Schwaighofen Jahrelang haben sich die in Neu-Ulm und Umgebung wohnenden Muslime um die Genehmigung für ein Internat mit Koranschule in den Gebetsräumen an der Reuttier Straße in Schwaighofen bemüht - vergeblich. Nun gibt es Hinweise, dass dort illegal ein Wohnheim für überwiegend türkische Kinder eingerichtet worden ist. Die Behörden sind alarmiert und wollen, falls diese Informationen zutreffen, sofort einschreiten. "Wir werden dort sofort nach dem Rechten schauen", kündigte gestern Tillmann Lassernig an. Er ist beim Jugendamt Neu-Ulm zuständig für solche Wohnheime. Ein Sprecher der Gebetsstätte bestätigte gestern gegenüber der Neu-Ulmer Zeitung telefonisch, dass in der Einrichtung in Schwaighofen regelmäßig Kinder übernachten und auch geschult werden. Mehr wollte er allerdings nicht sagen. Von Roland Ströbele

Demnächst laden die Verantwortlichen des Trägervereins auch wieder die deutsche Bevölkerung zum "Kermes" ein. Dieses Frühlingsfest soll ein Beitrag zur Integration der türkischstämmigen Bevölkerung sein. Dabei wird nach Einschätzung der zuständigen Behördenvertreter aller Wahrscheinlichkeit nach nichts von einem Wohnheim für Kinder zu sehen sein. Aus gutem Grund: Zwar haben die Verantwortlichen der Moschee schon vor Jahren Anträge auf Genehmigung eines Internats gestellt, sind dabei aber auf Schwierigkeiten und Probleme gestoßen, weil ein pädagogisches Konzept fehlte und weil auch die baulichen Voraussetzungen nicht vorhanden waren. Unmissverständlich hatten die Behörden erklärt, hinter den Mauern des Gebetshauses sei eine Koranschule, in der von religiösen Eiferern Kinder auf den islamischen Glauben eingepeitscht werden, nicht erwünscht. Offenbar waren den Initiatoren die Genehmigungshürden zu hoch, weswegen sie später einen Antrag auf ein Schülerwohnheim stellten.
Demzufolge sollten dort bis zu 20 Kinder wohnen, die aber die Regelschule besuchen sollten und nachmittags im Gebetshaus "betreut" werden. Die für ein Schülerwohnheim erforderliche Genehmigung wurde aber nach den Worten des zuständigen Sachbearbeiters bei der Regierung von Schwaben nie erteilt. Nun aber liegen bei den zuständigen Stellen eindeutige Hinweise vor, dass die Muslime ein Wohnheim illegal betreiben.
Noch bevor in der Schwaighofener Gebetsstätte das Frühlingsfest gefeiert wird, will deshalb Jugendamtschef Tillmann Lassernig einen Kontrolltrupp aus dem Landratsamt losschicken. Sollten sich die Hinweise bewahrheiten, will er den Betrieb mit sofortiger Wirkung untersagen und ein Verfahren einleiten.
Die religiösen Aktivitäten des VIKZ werden ebenfalls mit wachsender Sorge beobachtet. Nach einem vom hessischen Sozialministerium in Auftrag gegebenen Gutachten handelt es sich dabei um eine Vereinigung islamischer Fundamentalisten mit antiwestlichen, antidemokratischen und antichristlichen Vorstellungen.
In den Wohnheimen sollen laut Gutachten Kinder im "schulpflichtigen Alter religiös geprägt werden mit dem Ziel, das die Integration sogar letztlich unmöglich macht". Dort werden nach den Erkenntnissen "Elite-Muslime" ausgebildet, bei denen Deutsche als "Schweinefleischfresser" und "wertlose Gesellen" gelten und deutsche Mädchen als "Schlampen" bezeichnet werden.
Allerdings gelinge es den Verantwortlichen, in der Außendarstellung über die wahren Ziele "Vieles zu verschleiern".
Neu-Ulm war viele Jahre lang Zentrum für den VIKZ in Süddeutschland, von wo aus weitere Unterorganisationen "betreut" wurden.
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