Freitag, 18. August 2017

04. Oktober 2016 00:48 Uhr

Feuerwehr

An einem Strang gezogen

Großübung im Rahmen der Aktionswoche in Bergheim. Drei Ortsfeuerwehren arbeiten reibungslos zusammen Von Xaver Habermeier

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Mitten in Bergheim starteten die Ortsfeuerwehren die Übung. Schon nach wenigen Minuten schoss das Löschwasser aus Strahlrohren.

Die Sirenen heulten nach Einbruch der Dunkelheit am Sonntag in Bergheim, Unterstall und Attenfeld. Es war der Startschuss für eine gemeinsame Großübung der Ortsfeuerwehren im Rahmen der Aktionswoche. Kurz darauf demonstrierten die drei Freiwilligen Feuerwehren aus der Gemeinde am Bauernhof der Familie Feigl schulmäßig die Rettung eines Vermissten aus einem landwirtschaftlichen Gebäude sowie das Löschen eines Brandes samt Schützen der umliegenden Gebäude.

Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier, der zusammen mit Kreisbrandinspektor Klaus-Peter Stark als Übungsbeobachter angereist war, betonte das Motto: „Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit.“ Dabei freuten sich die Feuerwehrführung und die Wehrleute – anders als bei echten Einsätzen – über Zuschauer. Weiter mit vor Ort war Kreisbrandmeister Alois Speth, der praktisch ein „Heimspiel“ hatte. Er stammt aus Bergheim.

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Als Handicap in die Übung eingebaut war ein defekter Unterflurhydrant direkt vor dem Brandobjekt. So musste die Wasserversorgung von Oberflurhydranten, die mehrere hundert Meter entfernt waren, aufgebaut werden. Gleichzeitig und getreu der Reihenfolge des Leitsatzes „Retten, löschen, bergen und schützen“ suchten Atemschutzträger eine vermisste Person im vernebelten Stadel. Die war schnell gefunden und wurde via Steckleiter sowie Trage aus dem ersten Stockwerk gerettet. Inzwischen trafen auch die Kameraden aus Unterstall ein. Der Übungsleiter, Bergheims Kommandant Florian Riedl, koordinierte die Zusammenarbeit. So auch etwas später, als die Attenfelder Wehr mit ihrem Löschanhänger eintraf.

Die insgesamt rund 50 Ehrenamtlichen demonstrierten die gemeinsame Übung perfekt. Das Spektrum beinhaltete die Verkehrsregelung, das Ausleuchten der Brandstelle, den Aufbau der Wasserversorgung mit verschiedenen Schläuchen und mittels Schlauchbrücken sowie den Funkverkehr mit klaren Befehlen und Informationen. Koordiniert wurde die Großübung von der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung (UGÖEL). Am Ende gab’s beim Kameradschaftsabend eine Manöverkritik von Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier. Er hob besonders die reibungslose Zusammenarbeit hervor, womit der Zweck der Großübung erfüllt sei.

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