Mittwoch, 26. Juli 2017

27. Oktober 2014 00:32 Uhr

Jazztage

Mittelalter und Moderne

Das Hilliard Ensemble trat zusammen mit dem Saxofonisten Jan Garbarek auf Von Tobias Böcker

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Bereits seit 40 Jahren arbeitet das Hilliard Ensemble mit dem norwegischen Saxofonisten Jan Garbarek zusammen.
Foto: Christian Pacher

Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören: Seit 40 Jahren existiert das Hilliard Ensemble, seit 21 Jahren arbeitet es mit dem norwegischen Saxofonisten Jan Garbarek zusammen. „Officium“, das erste der drei Alben aus dieser fruchtbaren Symbiose von alter Musik und Improvisation, aus vokaler Tradition und instrumentaler Spontanität, wagte Anfang der Neunziger den so mutigen wie ungemein erfolgreichen Weg einer Grenzüberschreitung, der über die Jahre nicht allein mit „Mnemosyne“ und „Officium Novum“, sondern mit Hunderten von Konzerten an immer neuen Auftrittsorten – in der Hauptsache Kirchen und Klöster – seinen unwiderstehlichen künstlerischen Fortgang nahm.

Vom Ingolstädter Liebfrauenmünster waren die vier Sänger und der Saxofonist bei ihrem Gastspiel vor zwei Jahren so angetan, dass sie der Anfrage der Ingolstädter Jazztage heuer ohne großes Federlesen zusagten. So wurde das Münster Station auf der Abschiedstournee des ungewöhnlich inszenierten Quintetts, dessen Zahl der Nachahmer mittlerweile in die Dutzende geht.

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David James, Countertenor, Rodgers Corvey-Crump, Tenor, Steven Harrold, Tenor, und Gordon Jones, Bariton, zelebrieren mit dem leuchtend warmen Timbre von vier perfekt aufeinander eingehenden Stimmen den a capella-Gesang in beispielhafter Innigkeit, synchron atmendem Miteinander und harmonischer Fülle. Das Repertoire orientiert sich weit hinein ins Mittelalter, mischt weltliche und geistliche Tradition mit meditativen Klängen der Moderne und trägt sie in charakteristischem Klangbild in den Kirchenraum.

Jan Garbareks Saxofon schwingt sich ein ums andere Mal als fünfte Stimme ein, trägt zur fast mystischen Versenkung instrumentale Impulse bei, mal fast zu schön, mal schneidend wie ein Messer, wie um das allzu Schöne in seiner Verletzlichkeit bewusst zu machen.

Der intensivste Moment auch heuer: Als die vier Sänger und der Saxofonist ohne Noten getrennt durch das Kirchenschiff schreiten und eine Ahnung davon entwerfen, dass das ganze Universum voll ist von der wunderbaren Musik jener schöpferischen Kraft, der die Baumeister des Mittelalters nicht nur architektonisch, sondern auch akustisch wunderbare Stätten der Verehrung schenkten.

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