Mittwoch, 17. Januar 2018

08. Mai 2010 05:07 Uhr

Postkarten machen Brauchtum lebendig

Bopfingen-Oberdorf Jüdisches Leben: Eine Postkartenausstellung in der ehemaligen Synagoge in Oberdorf gibt Einblicke in das Brauchtum der Juden. Fast in Vergessenheit geratene religiöse Feste, Riten und Bräuche werden erklärt und den Besuchern anschaulich gemacht.

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Jahrhunderte waren sie Teil der Bevölkerung in Oberdorf: Juden, die im friedlichen Miteinander mit der christlichen Bevölkerung im Ort unter dem Ipf lebten. Jahrzehnte nur hat es gedauert, sodass die Sitten und Gebräuche der Juden bei uns allmählich in Vergessenheit geraten sind.

Ein besonderes Anliegen

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"Es war mir ein besonderes Anliegen jüdische Bräuche in allen Variationen zusammenzufassen, diese in verständlicher Form zu erläutern und bildlich unterstützt durch Postkarten den interessierten Menschen wieder zugänglich zu machen", erläutert Felix Sutschek, Kulturbeauftragter und Archivar der Stadt Bopfingen, den Hintergrund dieser Ausstellung. Ein Anliegen, welches der Besitzer und Sammler der ungewöhnlichen Postkarten, Peter K. Müller aus Kirchheim, nur zu gern unterstützt hat. Auch er ist der Meinung, dass die Erinnerung daran aufrechterhalten werden sollte, und stellte seine Sammlung für diese Ausstellung zur Verfügung.

Viele Begriffe sind einem beim Betrachten der Texte und Postkarten doch noch in Erinnerung geblieben oder man glaubt, sie wenigstens schon mal gehört zu haben: den Sabbat, Chanukka, das Lichterfest oder Pessach, das Fest zum Auszug aus Ägypten.

Tag des Posaunenschalls

Beim Neujahrsfest, welches auf jüdisch Rosch ha-Schana heißt, hört die Brauchtumskenntnis vermutlich aber schon bei vielen auf. Wörtlich übersetzt bedeutet Rosch ha-Schana "Haupt des Jahres" und ist der erste Tag des neuen Jahres. In der Tora wird der Feiertag auch als Tag des Posaunenschalls bezeichnet. Das Taschlich "Hinüberwerfen" wiederum ist eine Art symbolische Reinigung und wurde damals am Nachmittag des ersten Neujahrstages begangen.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von dem Künstlerduo Norma und Richard Mayer. Sie, Sopranistin und Er an der Querflöte spielten Musik jüdischer Komponisten, wie George Gershwin, Bernstein, Offenbach oder Kreisler. Die Ausstellung wird noch bis zum 6. Juni zu sehen sein. (mab)

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