Samstag, 29. April 2017

25. Januar 2016 06:40 Uhr

Tatort Totenstille

Pressestimmen zum Tatort: "Gut gemeint, schlecht gemacht"

Der Tatort "Totenstille" aus Saarbrücken gestern kam nicht gut an. In den Pressestimmen gibt es Lob für die Idee - und Kritik für so ziemlich alles andere.

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Das Vorhaben war ambitioniert: ein Tatort in der Welt der Gehörslosen. Das Ergebnis allerdings überzeugt die Kritiker nicht - im Gegenteil. Vor allem Kriminalhauptkommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) kommt einmal mehr nicht gut an. Die Pressestimmen zu "Totenstille":

Totenstille mit lauten Klischees: Ein Kommissar lernt die Gebärdensprache: Der "Tatort" aus Saarbrücken lässt Devid Striesow in die Welt der Gehörlosen eintauchen. Das ist zwar spannend, der Rest ist es aber leider nicht. stern.de

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Aus einer guten Absicht wird ein schwacher "Tatort": Dass aus der guten Absicht ein schwacher Tatort wird, liegt auch an der nervigen Bubenhaftigkeit von Stellbrink. Der verhört einen Menschen und bezieht den flauschigen Hund in das Verhör mit ein. "Na, und du - hast du auch ein Alibi?" Stellbrink ist der gute Mensch, der sich mit dem Schutzhelm vom Crazy Frog gegen den Lärm der Welt abschirmt. Und obwohl der Drolligkeitsfaktor seiner Figur ein bisschen runtergedimmt worden ist, wirkt vieles, was er an sich hat, nicht originell, sondern sehr, sehr albern. Wie er grinst und winkt und tanzt. sueddeutsche.de

Gut gemeint, schlecht gemacht: Schon lange nicht mehr hat es ein „Tatort“ so gut gemeint und so schlecht gemacht wie dieser mit dem Titel „Totenstille“. In jeder dritten Szene reckt und streckt er sich nach dem Prädikat „besonders wertvoll“, weil er doch so toll über eine Minderheit informiert: die Gehörlosen. fr-online.de

Tatort-Kritik: handlungsarmes, biederes Lehrstück

Lieber die Klappe halten: Der Saarbrücker Tatort "Totenstille" (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD) spielt im geheimnisvollen Reich der Gehörlosen - ein handlungsarmes, biederes Lehrstück, das man sich ruhig sparen kann. tagesspiegel.de

Er hört nichts, hat aber alles vernommen: Ein Tatort voller Zwischentöne: Zwischen Gehörlosen und Hörenden scheitert die Kommunikation oft auch an kulturellen Barrieren. Das ist mit so viel Witz und Tempo erzählt, dass auch die flaue Auflösung kaum stört. faz.net

Gehörlos meint nicht sprachlos: In diesem misslungenen Saar-"Tatort" hat Kommissar Stellbrink erhebliche Probleme, sich zwischen Gebärdensprache und Lippenlesen zurechtzufinden. Spiegel Online

Bitte Schluss mit lustig: Stellbrinks fünfter Fall ist wieder unteres Niveau: Kann man ihn jemals ernst nehmen? Obwohl er unter Gehörlosen ermittelt, verhält sich Kommissar Stellbrink (Devid Striesow) in „Totenstille“ wieder wie der Elefant im Porzellanladen. Der Fall entwickelt sich spannend, der Ermittler bleibt wieder ein glanzloser Kasper. Focus Online

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