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08. Januar 2012 09:15 Uhr

Medienbericht

Christian Wulff: "In einem Jahr ist das alles vergessen"

Laut einem Zeitungsbericht hat sich Bundespräsident Wulff bei einem Neujahrsempfang für seine Mitarbeiter hoffnungsvoll gezeigt.

Bundespräsident Christian Wulff hat sich zwar bereits zum zweiten Mal öffentlich für sein Verhalten in der Kredit-Affäre und für seinen Anruf bei der Bild-Zeitung entschuldigt, aber damit fällt der Druck nicht von ihm ab. Im Gegenteil. Wie der Spiegel schreibt, soll der Bundespräsident mit einem Anruf nicht nur dem Chefredakteur der Bild-Zeitung, Kai Diekmann, sondern auch dem Vorstandsvorsitzenden des Springer-Verlags, Mathias Döpfner, mit ähnlichen Worten gedroht haben wie dem Bild-Chef.

Christian Wulff will bis 2015 einen guten Job machen

Doch an Christian Wulff scheint sämtliche Kritik abzuperlen. Der Bundespräsident zeigt sich in eigenen Belangen weiterhin optimistisch. Wie jetzt die Bild am Sonntag berichtet, hat Christian Wulff  bei einem Neujahrsempfang für seine  Mitarbeiter die Hoffnung geäußert, die Affäre um seinen  Privatkredit sowie seinen umstrittenen Anruf bei  Bild-Chefredakteur Kai Diekmann im Amt zu überstehen. Wie die  Bild am Sonntag berichtet, soll Christisn Wulff auf dem Neujahrsempfang am  Freitagnachmittag gesagt haben: «In einem Jahr ist das alles  vergessen.» Der Präsident habe versichert, er wolle bis 2015 einen  guten Job machen und sei zuversichtlich, «dass dieses Stahlgewitter  bald vorbei ist», hieß es weiter.

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Wulff will Amt zweiten Rücktritt ersparen

Wulff habe betont, er wolle dem Amt den zweiten Rücktritt nach  Horst Köhlers Abgang im Mai 2010 ersparen, berichtet die BamS.  Nach Informationen der Zeitung treibt Wulff mit seinem  Staatssekretär Lothar Hagebölling die Planungen für das neue Jahr  voran. Besonders im Fokus stehe dabei der Empfang für die  Angehörigen der Opfer des Zwickauer Neonazi-Trios am 23. Februar.

Am Samstag hatten Vertreter der Regierungskoalition vehement  bestritten, dass bereits Absprachen für den Fall eines Rücktritts  von Bundespräsident Wulff getroffen wurden.  Zwei Zeitungen hatten  gemeldet, die Koalition strebe im Fall eines Wulff-Rücktritts einen  Kandidatenvorschlag an, der auch für die SPD akzeptabel wäre.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts  Emnid für die Zeitung glaubt eine Mehrheit von 53 Prozent der  Deutschen, dass Wulff in der Kredit-Affäre «eher die Unwahrheit  gesagt hat». Außerdem sind die Bundesbürger demnach mit großer  Mehrheit (60 Prozent) davon überzeugt, dass der Präsident die für  ihn unangenehme Berichterstattung über den 500.000-Euro-Kredit  unterdrücken wollte. afp/AZ

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