Donnerstag, 24. Juli 2014

25. März 2014 17:40 Uhr

Wintersport

Gössner über den rasanten Wechsel vom Biathlon zum Langlauf

Nach der Enttäuschung bei der Biathlon-WM will Miriam Gössner Kraft bei den Langläufern tanken und kämpft im Fleimstal um WM-Medaillen.

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Befreit von der Last des Gewehrs will sich Miriam Gössner bei der Langlauf-WM den Kopf freilaufen.
Foto: Martin Schutt, dpa

Das Gewehr kann Miriam Gössner jetzt erst einmal wegpacken. Nach der Biathlon-WM in Nove Mesto will sie noch etwas Kraft tanken und dann das tun, was sie am besten kann. Schnell skaten mit Langlaufskiern. Für die Biathletin Gössner ist das anstehende Gastspiel bei der Langlauf-WM wohl die beste Therapie gegen die jüngsten Enttäuschungen. "Ich glaube, das ist vielleicht gar nicht so schlecht, um wieder einen freien Kopf zu bekommen. Ich freue mich wahnsinnig auf die Langlauf-WM, auf die ganze Mannschaft. Ich hoffe, dass ich eine Verstärkung bin.", sagt die ausgeliehene Biathletin.

Gössner hatte nach dem letzten ihrer vielen Fehlschüsse die Biathlon-Titelkämpfe in Nove Mesto ganz schnell abgehakt. Die 22-Jährige hat keine Angst vor der Doppelbelastung in Val di Fiemme: "Ich habe noch ein paar Tage Zeit. Das nächste Rennen ist erst am Dienstag in einer Woche. Ich kann mich erholen und in aller Ruhe auf die Langlauf-WM vorzubereiten. Ich glaube, wenn einem etwas Spaß macht, dann ist es keine zusätzliche Belastung."

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Gössner geht ohne Gewehr in die Loipe

Belastend sind schon eher die vielen Fahrkarten beim Biathlon. Mit großen Ambitionen nach Nove Mesto gekommen, musste Gössner ohne Edelmetall wieder abreisen. Jetzt darf sie am 26. Februar über die zehn Kilometer ohne Gewehr laufen. Die Langlauf-Staffel steht dann zwei Tage später auf dem Programm. Ziele hat die Zollhauptwachtmeisterin nicht. "Ich bin schon lange nicht mehr gegen die Langlauf-Damen gelaufen." Sie möchte "einfach ein tolles Rennen machen und sagen, ich habe alles gegeben. Ich hoffe, dass ich für die Staffel eine tolle Unterstützung sein kann."

Schon am 1. März geht es für die 22-Jährige dann in Oslo mit dem Biathlon weiter. Bis dahin wird es keine Fragen mehr von bösen Journalisten nach ihren Schießkünsten geben. "Die werden schon wieder kommen. Aber dann kommen Fragen, seit wann ich denn alles treffe", sagt sie.

Das Gewehr nimmt sie mit ins Fleimstal, weil sie direkt nach Oslo weiterfliegt. "Ich werde es schon mal in die Hand nehmen auf dem Zimmer. Aber groß Schießen, werde ich die nächste Zeit nicht können." Und sollte ihr Abstecher so erfolgreich werden, wie bislang, dann wären alle froh. Bei Olympia war sie bislang nur im Langlauf dabei - diese Erfahrung wird ihr im nächsten Jahr in Sotschi helfen. 2010 gab es Silber mit der Langlauf-Staffel wie im Jahr zuvor bei der nordischen Liberec. "Ich hatte immer viel Spaß mit denen", sagt sie.

So soll es wieder sein. Schließlich "bin ich jetzt eineinhalb Wochen Langläuferin. Und Freitag in einer Woche stehe ich schon wieder beim Biathlon am Start. Es nur ein ganz, ganz, ganz kurzer Abstecher", sagt Gössner. Die Sportart will sie «auf keinen Fall» wechseln. "Biathlon liegt mir wirklich sehr am Herzen. Aber auch das Langlaufen macht mir unheimlich viel Spaß. Wenn ich die Chance bekomme, freue ich mich drüber, dass ich da mitmachen darf. Ich hoffe, dass ich die Staffel unterstützen kann und wir eine schöne Zeit haben. Bisher war es immer toll." (dpa)

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