Mittwoch, 16. August 2017

04. September 2016 08:50 Uhr

FC Augsburg

Woran FCA-Manager Reuter sich messen lassen muss

Der FCA-Manager Stefan Reuter ist für seine Last-Minute-Taktik bei Transfers bekannt. Dabei lag er aber öfter richtig als falsch.

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FCA-Chef Stefan Reuter hat auch in den letzten Minuten vor Torschluss zwei wichtige Transfers über die Bühne gebracht.
Foto: Stefan Puchner (dpa)

Stefan Reuter hat zwei wichtige Transfers erst kurz vor Torschluss über die Bühne gebracht. Nicht das erste Mal. Kritiker werfen dem FCA-Manager vor, dass er sich mit seiner Last-Minute-Schnäppchen-Taktik in eine schlechte Verhandlungsposition bringt, nicht die Wunschspieler bekommt und überhöhte Preise zahlen muss. Zumal sich die Wechsel von Hong und Klavan früh abgezeichnet hätten.

Hat Reuter geschlafen? Das kann man nicht sagen. Mit Kacar stand ein erster Defensiv-Spezialist schnell parat. Und er war ablösefrei. Bei Hinteregger führt Reuter an, dass man die Salzburger Champions-League-Qualifikation abwarten musste. Wenn Hinteregger der Wunschspieler von Reuter war, dann war er erfolgreich. Der Innenverteidiger hat unterschrieben.

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Zu einem überteuerten Preis (geschätzte sieben Millionen Euro), was einige auch beim Transfer von Jonathan Schmid (rund 5 Millionen Euro) sagen?

Reuter lag bei Personalentscheidungen öfter richtig als falsch

Was heißt teuer, in einer künstlichen Welt, in der Ablösesummen in absurde Höhen schnellen? Fußball ist Kapitalismus. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Seit Reuter sein Amt beim FCA angetreten hat, lag er mit seinem Chefscout Stefan Schwarz bei den Personalentscheidungen öfter richtig als falsch. Natürlich gab es Fehlgriffe wie Matavz, Djurdjic, Parker, Holzhauser oder Fetsch. Aber Treffer wie Hitz, Baba, Bobadilla, Hahn, Ostrzolek, Vogt oder Altintop überwiegen.

Auch die sportliche Bilanz seiner Last-Minute-Deals passt: Koo, Baba, Bobadilla – alle kamen erst kurz vor Torschluss.

Ob er sie vielleicht billiger bekommen hätte können? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Der FCA hat sich die Einkäufe auf jeden Fall leisten können. Das ist der wichtigste Punkt. Die Augsburger haben in dieser Transferperiode rund 18 Millionen Euro investiert und zählen damit nicht mehr zu den Kleinen der Liga. Der FCA liegt mit seinen Ausgaben im Mittelfeld. Daran muss sich Reuter in dieser Saison messen lassen. Und an seiner Aussage: „Der FCA will sich weiterentwickeln.“

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Ein Artikel von
Robert Götz

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga