Mittwoch, 3. September 2014

03. Juni 2013 13:37 Uhr

Filmportal

Movie2k-Nachfolger "Movie4k" online - Betreiber mit Stellungnahme

movie2k ist offline, die Suche nach einer Alternative werden sich die Nutzer aber sparen können. Mit "Movie4k" betreiben die Macher schon einen Nachfolger - und nehmen Stellung.

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Das illeglae Streaming-Portal "movie2k" ist offline - ein Nachfolger steht aber schon bereit.
Foto: Screenshot

Mit den illegalen Streamingportalen verhält es sich wie bei einer Hydra - schlägt man einen Kopf ab, wachsen mehrere nach. Nachdem movie2k.to am vergangenen Mittwoch plötzlich offline ging, stand am Wochenende mit movie2k.bz bereits eine Alternative bereit. Der Seite, die mittlerweile nicht mehr erreichbar ist, folgte nun das Portal movie4k.to. Am Aufbau der Seite hat sich nichts geändert, die neue Domain ist ein deckungsgleiches Abbild der alten Plattform.

Movie2k wieder da - unter neuem Namen

Die Gerüchte, die Abschaltung von movie2k hänge mit Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden gegen die Macher des Portals zusammen, lösen sich damit allem Anschein nach in Luft auf. Auch in der Szene wurde eifrig über die Gründe gerätselt, Spekulationen über Razzien oder eine angebliche Verhaftung der Hintermänner machten die Runde.

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Auf ihrer akutellen Domain haben die Macher nun eine Stellungnahme veröffentlicht, die sie "Eine Nachricht an die Öffentlichkeit" nennen. In dieser werden die Behörden verhöhnt, mitsamt ausgestrecktem Mittelfinger. Die Verfasser verteidigen ihre illegalen Machenschaften mit der Behauptung, das alles sei das Resultat eines "kollektiven Bedürfnisses der Menschen nach kostenfreien Medien."

Provokante Stellungnahme auf Movie4k.to

Die Gesellschaft ist nach Meinung der Seitenbetreiber also für das Entstehen der illegalen Portale verantwortlich. Jene Gesellschaft, an der die Macher der Websites ziemlich gut verdienen, unter anderem durch Werbung für virenverseuchte Seiten, Online-Glücksspielen und Abo-Fallen.

Außerdem werfen die Macher dem Staat vor, Copyright-Verletzungen mit schweren Gewaltverbrechen gleichzusetzen. "Wieso sitzen Raubkopierer fünf Jahre im Gefängnis, während Kinderschänder mit einer Strafe von 22 Monaten auf Bewährung frei kommen?", fragen sie in ihrer Stellungnahme.

Dann wenden sie sich an die Film- und Musikindustrie und fordern diese dazu auf, ihre "Geschäftsmodelle zu überdenken und den Einfluss der neuen Medien zu akzeptieren." Wie ein Geschäftsmodell mit kostenlosen Angeboten zu finanzieren sein soll, wird in der Stellungnahme allerdings nicht erwähnt. (hubc)

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