Sonntag, 23. Juli 2017

20. April 2009 19:45 Uhr

Saxofon und Klavier im ungewohnten Duett

Höchstädt Es sind sicherlich so manche Freunde und Bekannte in den Rittersaal auf Schloss Höchstädt gekommen, um Stephanie Winzen am Saxofon zu erleben. Schließlich stammt die Künstlerin aus Kicklingen, hat im Landkreis ihre Kindheit und Jugend verbracht, ist bei Grünbeck in die Lehre gegangen. Von Maria Leistner

i

Saxofon und Klavier im ungewohnten Duett
Foto: ALFA

Doch damit allein ist der große Zuspruch von gut 150 Besuchern nicht zu erklären. Es gibt wohl sehr viele Liebhaber des klassischen Saxofons und sie werden nicht enttäuscht: Schon bei den ersten Tönen wird klar: Da steht eine auf der Bühne, die es kann.

Passend zum Händel-Jahr beginnt das Konzert mit Sonate XIII. Nach dem ersten getragenen Satz, bei dem spürbar wird, wie viel Gefühl und Tiefgang mit dem Saxofon möglich sind, wollen einige Besucher klatschen, vielleicht sind es ja die Freunde, die ihrer anfänglichen Nervosität etwas Luft machen wollen. Stephanie Winzen reagiert ganz souverän mit einer kleinen Handbewegung, bittet darum, mit dem Applaus noch zu warten.

ANZEIGE

Bei der Begrüßung wird es persönlich, Winzen freut sich über das Heimspiel und entschuldigt sich. "In meinem Beruf bemühe ich mich, hochdeutsch zu sprechen. Doch schwäbeln ko i scho noch", lacht sie und hat ihr Publikum im Griff. Sie spricht über Händel und ihr Instrument. Das Saxofon gebe es seit 160 Jahren, Händel und andere Komponisten, deren Musik sich für das klassische Saxofon eignet, hätten noch nicht dafür schreiben können, erläutert die Künstlerin. "Im Original ist das Part der Violine." In der Bearbeitung durch den genialen Sigurd Rascher aber lässt die Künstlerin das Streichinstrument vergessen. Wer denkt an die Violine, wenn das Saxofon so viel Seele hat?

Bei der Auswahl der Stücke beweist Stephanie Winzen viel Feingefühl. Zu Beginn Barockes von Händel, die "Petite Suite" von Walter Hartley, die "Partita für Alt-Saxofon und Klavier" von Erwin Dressel, eingängige Melodien, ohne trivial zu sein. Und natürlich die "Hot Sonate" von Erwin Schulhoff, die zu den erklärten Lieblingsstücken von Stephanie Winzen gehört.

Ein besonderes Klangerlebnis ist das "Konsert för Saxofon och Strakorkester" des Schweden Lars-Erik Larsson. Annemi Egri, die Stephanie Winzen während des Konzerts mit großer Zurückhaltung am Klavier begleitet, ersetzt kunstvoll ein ganzes Orchester.

Das Konzert, zu dem das Kulturforum Höchstädt geladen hat, ist ein voller Erfolg. Die begeisterten Zuhörer, unter ihnen Bürgermeisterin Hildegard Wanner, erklatschen sich zwei Zugaben. Und Mathilde Wehrle vom Bezirk ist voll des Lobes. Das Konzert habe bestens die hohen Ansprüche an klassische Musik erfüllt, die sich der Bezirk für Veranstaltungen im Schloss gesetzt habe.

i

Ihr Wetter in Dillingen
23.07.1723.07.1724.07.1725.07.17
Wetter Unwetter
                                                Wetter
                                                wolkig
	                                            Wetter
	                                            Gewitter
                                                Wetter
                                                Regenschauer
Unwetter13 C | 24 C
12 C | 21 C
12 C | 18 C
Das Wetter aus Ihrer Region
Nachrichten in Ihrer Region
Augsburger Allgemeine Aichacher Nachrichten Augsburger Allgemeine Donau Zeitung Donauwörther Zeitung Friedberger Allgemeine Günzburger Zeitung Illertisser Zeitung Landsberger Tagblatt Mindelheimer Zeitung Mittewlschwäbische Nachrichten Neu-Ulmer Zeitung Neuburger Rundschau Rieser Nachrichten Schwabmünchner Allgemeine Wertinger Zeitung
Top-Angebote

Anfang vom Ende

Alle Infos zum Messenger-Dienst


Bauen + Wohnen

Unternehmen aus der Region

Partnersuche