Montag, 23. Oktober 2017

25. August 2010 18:30 Uhr

Auf dem richtigen Weg

Niederschönenfeld Der ranghöchste Beamte der Bayerischen Justiz, Ministerialdirektor Dr. Walter Schön, war zum Antrittsbesuch in der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld. Begleitet wurde er vom Leiter der Abteilung Justizvollzug im Justizministerium, Ministerialdirigent Prof. Dr. Frank Arloth.

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Hoher Besuch in der JVA Niederschönenfeld: (von links) Ministerialdirigent Prof. Dr. Frank Arloth und Ministerialdirektor Dr. Walter Schön mit Anstaltsleiter Peter Landauer und Dipl.-Ing. Johannes Lang, Leiter der Bauverwaltung der JVA, beim Erörtern der künftigen Baupläne. Foto: JVA
Foto: JVA

Anstaltsleiter Peter Landauer stellte den Besuchern in einer Auftaktrunde im Konferenzraum des historischen Abteigebäudes die Referatsleiter und engsten Mitarbeitern sowie den Personalratsvorsitzenden vor. Dann ging er auf die Schwerpunkte des Behandlungs- und Betreuungskonzeptes sowie auf die Sicherungssysteme ein. Das besondere Interesse des Ministerialdirektors fand laut Pressemitteilung das differenzierte Lern- und Bildungsangebot der JVA. Im kooperativen Zusammenwirken bemühen sich die Beamten des Werkdienstes, die Anstaltslehrer und die Lehrer der staatlichen Berufsschulen, die Gefangenen verpasste Bildungschancen nachholen zu lassen, erläuterte Landauer. Gleichzeitig kümmern sich die Beamten des allgemeinen Vollzugsdienstes und die Sozialpädagogen in zehn Wohngruppen des geschlossenen Vollzugs und im offenen Vollzug darum, die Gefangenen auf einen strukturierten Tagesablauf als Grundbedingung für ein Leben ohne Straftaten vorzubereiten.

Druckerei und Schreinerei

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Beim Rundgang besichtigten die Ministeriumsvertreter die wichtigsten Ausbildungsbetriebe, wie etwa die Anstaltsdruckerei und die modern ausgestattete Schreinereiwerkstatt. Ein besonderes Augenmerk legte Ministerialdirektor Dr. Schön auf einen Unternehmerbetrieb eines Münchner Handelsunternehmens, das seit mehr als 40 Jahren Gefangene in der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld mit Metallarbeiten beschäftigt und so an qualifizierte Arbeit heranführt.

Aber auch das im Zusammenwirken mit einem großen deutschen Bauunternehmen entwickelte Energieeinsparkonzept war Thema. Dessen Herzstück, die Hackschnitzelheizung, wurde als bewährte und Heizöl einsparende und somit Kosten mindernde Investition gelobt.

Im Unterkunftsbereich wurde deutlich, dass die Belegungssituation der Anstalt anhaltend angespannt ist, und das vom Anstaltsleiter im Zusammenwirken mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg entwickelte Gesamtausbaukonzept dringend vonnöten ist.

Höhepunkt des Rundgangs war die reichhaltig ausgeschmückte Anstaltskapelle und deren Architekturgeschichte; die Kapelle stammt aus den Jahren 1659-1662 und wurde vom kurfürstlichen Oberbaumeister Constantin Pader geschaffen.

Eine Führungsrolle

In der abschließenden Auswertung der Besichtigung stellte Ministerialdirektor Dr. Schön die besondere Verantwortung des Justizvollzugs für ein Gelingen eines Übergangsmanagements heraus, das den Gefangenen bereits während der Inhaftierung auf die Zeit danach bis hin zu einer Reintegration in den Arbeitsmarkt und in das geordnete soziale Leben vorbereitet. Hierzu, so Schön, seien gemeinsame Anstrengungen aller verantwortlichen Stellen nötig, wobei dem Justizvollzug, dessen Bedienstete den Verurteilten am besten kennengelernt hätten, die Führungsrolle zukomme.

Entsprechende Modelle werden in der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld bereits erprobt: Im Projekt "Jobscout" sind es Ehrenamtliche, die einen zur Entlassung anstehenden Strafgefangenen zu Vorstellungsgesprächen begleiten und nach der Entlassung und Arbeitsaufnahme betreuen, im Projekt "Xenos" sind zwei aus Europamitteln finanzierte Übergangsmanagerinnen tätig, die sich um die Strafentlassenen in besonderem Maße annehmen.

Dank für engagierte Arbeit

Zum Abschied versicherte Schön den Verantwortlichen der Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld, sie seien auf dem richtigen Weg. Er betonte, dass bei allen Aufgaben ein langer Atem notwendig sei, insbesondere auch angesichts des angespannten Staatshaushalts bei Dingen, die in der Zukunft Geld kosten werden. Auch Ministerialdirigent Prof. Dr. Arloth bedankte sich bei seinen Bediensteten für die außerordentlich engagierte Arbeit. (pm)

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