Mittwoch, 20. September 2017

29. November 2011 23:00 Uhr

Konzert

Facettenreiche Vielfalt, technische Versiertheit

Karin (Alt) und Lea-Anna Benedicter (Sopran) singen in der Parkstadtkirche

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Karin (rechts) und Lea-Anna Benedicter singen gemeinsam.
Foto: privat

Donauwörth Es war – wie schon zuvor angekündigt – ein Konzert der sphärisch getragenen Klänge, welches in der katholische Stadtpfarrkirche Christi-Himmelfahrt stattgefunden hat. Die Altistin Karin Benedikter und die Sopranistin Lea-Anna Benedikter führten souverän durch eine Stunde musikalischen Hochgenusses. Zum hervorragend abgestimmten Programm gehörten Barockwerke wie Bachs „Et Exultavit“ aus dem „Magnificat“.

Lea-Anna Benedikter bezauberte das Publikum mit ihrer mit Leichtigkeit und Lebendigkeit geführten Stimme, die mit ihrer Strahlkraft den gesamten Kirchenraum mühelos erfüllte. Mit Maurice Duruflès „In Paradisum“ als Vertreter der Moderne bewies die Sängerin facettenreiche Vielfalt und technische Versiertheit – vom volltönenden Mezzoforte bis hin zum schwebenden Pianissimo.

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Einen Ausflug in die Welt der Oper erwartete das Publikum mit der Arie „Vieni, o Figlio“ aus Georg Friedrich Händels Barockoper „Ottone, Re di Germania“. Eine wundervoll getragene Arie, die Karin Benedikter mit ihrer warmen Altstimme höchst einfühlsam interpretierte. Im „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Maurice Durflués übernahm der Münchner Cellist Sven Ahnsjö eine zweite, kontrastierende Cello-Solostimme parallel zur Alt-Solostimme. Zusammen mit wechselnden Tempi und wechselnder Dynamik entstanden Klangeffekte, die das Publikum spürbar in ihren Bann zogen. Besondere Höhepunkte des Konzerts waren die Duettstücke von Mutter und Tochter. So zum Beispiel Mozarts „Ave Maria“, das ursprünglich ein Duett aus Bariton und Tenor aus der Oper „Cosi van Tutte“ ist. Zwei wunderbare Duette aus der Epoche der französischen Romantik folgten mit Camille Saint-Saens „Ave Maria“ und „Sub Tuum Praesidium“.

Mit ihren beiden perfekt harmonierenden Stimmen schufen Mutter und Tochter eine beinahe mit Händen greifbare Spannung, die die Zuhörer zutiefst berührte. Doch auch das Münchner Streichquartett, bestehend aus Claudia Ruppert (Violine), Rebecca Friedmann (Violine), Gabriele Ruppert (Viola), und Sven Ahnsjö (Violoncello), begeisterte das Publikum. M. Lauridsens „Veni Sancti Spiritus“ war ein Beispiel für das perfekte Zusammenspiel von Streichern und der Münchner Kirchenmusikerin Sabine Herrmann an der Orgel. Das Publikum in der gefüllten Parkstadtkirche bedankte sich für zwei Zugaben mit stehenden Ovationen. (ohon)

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