Freitag, 21. Juli 2017

17. März 2015 06:22 Uhr

"Parteitag" in Mering

Ein Josefsplatz in der Marktgemeinde?

Markige Sprüche und Schwelgen in weiß-blau bei der Königlich-Bayerischen Josefs-Partei Von Heike John

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Die Mitgliedschaft konnten Josef Wurmser (links), Vorsitzender der Region Süd, Pfarrer Thomas Schwartz nicht mehr antragen. Doch die typische Bayernkrawatte hatte das langjährige KBJP-Mitglied noch nicht. 
Foto: Heike John

Durchs neue Baugebiet im Meringer Oberfeld könnte schon bald eine Josefsstraße führen oder doch zumindest der Platz vor dem Meringer Gymnasium auf den Namen des Schutzpatrons getauft werden: Pfarrer Thomas Schwartz ist auf jeden Fall der Meinung, dass man sich in dieser Form auch in Mering zu dem am 19. März gefeierten Kirchenheiligen bekennen sollte. Große Leidenschaft für den Schutzpatron äußerte nicht nur er als Festredner beim Treffen der südlichen Sektion der Königlich-Bayerischen Josefspartei (KBJP).

Erstmals fand dieser sogenannte „kleine“ Parteitag wieder im Wasserhaus in St. Afra statt. Dort wurde er schon vor Jahren abgehalten und 2001 im Rahmen des Siedlerfests die neue Fahne der Josefspartei geweiht. In bester Festlaune kamen wieder rund hundert Seppen und Josefinen, Parteigenossen und Freunde zusammen, um bei einer bayerischen Brotzeit, leidenschaftlichen Bekenntnissen und „in griabiger“ Stimmung auch dank der Feuerwehrkapelle sich für das einzige Parteiziel stark zu machen: die Wiedereinführung des Josefstags als Feiertag. „Wir werden dieses Ziel wohl nie erreichen, aber den Heiligen Josef auf ewig als unser aller Vorbild und Schutzpatron ehren“, ist Vorsitzender Josef Wurmser überzeugt.

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Anderer Meinung war Hubert Dorn, Generalssekretär der Bayernpartei. Jährlich kommt er aus München, um der Josefifeier weiß-blauen Glanz zu verleihen. In einem Plädoyer in Franz-Josef-Strauß-Manier betonte er, wenn die Bayernpartei wieder in den Landtag Einzug halte, werde der Feiertag wieder eingeführt.

Der Josef war „a armer Hund“

Er sei schon über 20 Jahre Mitglied in der Josefspartei, erklärte Pfarrer Thomas Schwartz. Für ihn sei der Josef „a armer Hund“, setzte er dem Publikum mit sichtlichem Spaß auseinander. Erst die jungfräuliche Empfängnis seiner Maria, dann die sicher nicht vergnügliche Reise mit einer hochschwangeren Frau nach Bethlehem und schließlich noch die Abschaffung des eigenen Feiertags.

Immerhin ist der Josefstag noch ein kirchlicher Festtag geblieben und frei nach dem Motto „Hochfest sticht Fastenzeit“ konnte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler auch ein Fass Josefibier anzapfen. Gesponsert wurde es vom Baron von Kühbach, anlässlich dessen Brauereifest am 17. Mai der große Parteitag zum 30. Mal stattfindet. Hierzu lud Parteisekretär Fritz Josef Beintner ein. Als Turmhauptmann der Damischen Ritter in Aichach gab er der Feier mit seinen ganz in schwarz gekleideten Mannen und den charakteristischen Hüten die Ehre. Die Vielzahl der „frohsinnigen und tiefsinnigen“ Worte ergänzte Pater Claudius Bals noch mit „leichtsinnigen“ Sprüchen.

Und als sich zum Abschluss traditionsgemäß alle zum gemeinsamen Singen der Bayernhymne erhoben, war man sich einig: Dran bleiben am Thema, dann könnte der Josefstag schon bald wieder ein Feiertag sein.

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