Samstag, 25. November 2017

17. März 2017 13:27 Uhr

Neuvorstellung

Der neue Insignia: So schön kann Opel sein

Vorsprung durch Outfit: Mit einem spektakulären Blechkleid will der neue Insignia den VW Passat herausfordern. Was Opel alles richtig gemacht hat - der Test-Bericht. Von Rudolf Huber

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Rund 930.000 Insignia hat Opel seit 2008 in Europa verkauft, mehr als 200.000 davon in Deutschland. Das Business-Modell der Rüsselsheimer ist ein echter Erfolg, auch wenn es gegen den übermächtigen Passat immer nur die zweite Geige spielen konnte. Ab dem 24. Juni geht das Duell in der bürgerlichen Mittelklasse in die nächste Runde. Opel startet mit dem rundum neuen Insignia durch. Und der hat durchaus aus das Zeug dazu, seinem Dauerkonkurrenten ein deutliches Stück näher zu kommen.

In ihr neues Flaggschiff haben die Opelaner nämlich nicht nur aktuelleste Technik installiert. Sie haben es auch sehr schick eingekleidet. Frisch, modern und dynamisch schaut der Insignia 2.0 aus, gekonnt platzierte Kanten und Sicken sorgen zusammen mit eleganten Linien und dem richtig dosierten Einsatz von Chromelementen für einen erfreulichen Gesamteindruck. Im Vergleich dazu schaut der ja auch schon recht ansehnliche Vorgänger geradezu pummelig aus. Die veränderte Optik täuscht nicht: Der Neue hat in der Tat 175 bis 200 Kilogramm (Kombi) abgespeckt.

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Optik des Opel Insignia geht nicht zu Lasten des Platzangebots

Die Opel-Ingenieure sind erkennbar stolz darauf, dass die Optik nicht zu Lasten des Platzangebots geht. Dank eines verlängerten Radstands, kürzerer Überhänge vorne und hinten und einer effektiveren Raumausnutzung sitzen die Passagiere luftiger. Trotz der nach hinten abfallenden Dachlinie der jetzt „Grand Sport“ genannten Fließheck-Limousine haben auch die Hinterbänkler reichlich Luft über dem Scheitel. Die Kniefreiheit ist deutlich gewachsen. Ordentlich einpacken können der Grand Sport und der Kombi namens Sports Tourer auch: Die Kofferräume fassen 490 bis 1450 Liter beziehungsweise 560 bis 1665 Liter, sind glattflächig und gut zugänglich, beim Kombi auf Wunsch auch per Fußtritt unters Wagenheck zu öffnen.

Beim Antrieb wurde ebenfalls kräftig modernisiert. Die Motoren sind teils neu, teils überarbeitet und verbrauchen laut Opel nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch im richtigen Leben bis zu zehn Prozent weniger als bisher. Neu ist der 1.5 Turbo, der mit 140 und 165 PS zu haben ist. Darüber rangiert bei den Benzinern der 2.0 Turbo mit 260 PS. Die Diesel mit 1,6 und zwei Liter Hubraum bringen es auf 110, 136 und 170 PS. Je nach Motor gibt es einen Sechsgang-Handschalter oder eine Achtgang-Automatik, dazu einen neuen Allradantrieb.

Opel Insignia (2017): Preis, Daten, Motor

Bei ersten Testfahrten erwies sich das 165 PS-Aggregat als angenehm ruhiger und dabei stets einsatzwilliger Begleiter. Wer zügig vorankommen will, muss die Maschine allerdings ordentlich drehen und fleißig schalten. Andererseits: 222 km/h Höchstgeschwindigkeit sind durchaus eine Ansage. Den Normverbrauch von 6,0 Liter übertraf der Insignia auf der schnellen Autobahn- und Landstraßenetappe um rund 1,5 Liter.

Straff, aber durchaus noch komfortabel präsentierte sich die Fahrwerksabstimmung, selbst bei über 200 Sachen kam – auch dank der präzisen Lenkung – kein Gefühl von Instabilität auf. Die Materialien des Innenraums schauen gut aus und fühlen sich wertig an, die Bedienung per Touchscreen und ein paar wenige Schalter ist im besten Sinne einfach und intuitiv. Das Infotainment-Angebot Opel OnStar wurde für den Insignia noch ein wenig ausgeweitet. Neben den bekannten Vernetzungsmöglichkeiten gibt es einen Concierge-Service mit Parkplatzsuche und Hotelreservierung. Sogar heizbare Rücksitze hat der Neue optional zu bieten – er lässt sich sehr fein ausstaffieren. Zu haben ist der in vier Ausstattungsversionen lieferbare Insignia Grand Sport ab 25590 Euro, der Sports Tourer ist jeweils 1000 Euro teurer.

 

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