Freitag, 28. Juli 2017

Landsberg

30. März 2010 19:11 Uhr

Ein Team auf sechs Pfoten

Landsberg Klar und einfach schildert Holger Schüler, der "Hunde-Erziehungsberater", in seiner Bühnenshow "Menschen an der Leine" im Sportzentrum die Regeln, die die Beziehung zwischen Mensch und Vierbeiner harmonisch gestalten sollen. Seit mehr als 16 Jahren beschäftigt sich Schüler intensiv mit Hunden, bekannt wurde er vor allem durch die TV-Serie "Der Hundeversteher" im Programm des SWR.

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Schülers Erziehungsmodell stützt sich vor allem auf die Idee, aus Hund und Mensch ein "Team auf sechs Pfoten" zu machen, um eine Erziehung ohne Gewalt und Unterwerfung zu ermöglichen. "Schließlich", so Schüler, "schafft man sich einen Hund an, um mit ihm Spaß zu haben" und daher sollte Stress nach Möglichkeit vermieden werden. Denn herrscht erst mal schlechte Laune bei Herrchen, klappt es mit der Hundeerziehung auch nicht mehr. Sechs Punkte gilt es nach Schülers Methode zu berücksichtigen, um die Kommunikation mit dem geliebten Vierbeiner freudig zu gestalten: Bindung, Konsequenz, Aufmerksamkeit, Kommunikation, Aktion - Reaktion und Spaß. In seinem zweistündigen Vortrag, der durch seine lebendige Erzählweise fast an eine TV-Comedy erinnert, erläutert der Hundekenner dieses Erziehungsmodell.

Unterstützt wird er dabei von seinen beiden vierbeinigen Gehilfen, dem siebenjährigen Retriever "Falk" und der Berner Senner Hündin "Siska", die folgsam verschiedenste Kommandos ausführen, scheinbar ohne das Publikum überhaupt wahrzunehmen.

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"Wenn Sie Ihren Hund gut erziehen möchten, dann müssen Sie bei sich selbst anfangen", sagt Schüler und fordert sein Publikum damit zur Selbstbeobachtung auf. Denn, so Schüler weiter, "der Hund macht nur das, was wir ihm signalisieren." Wer "komm her" ruft und dabei selbst auf den Hund zugeht, der könne nicht erwarten, dass das Tier lerne, was der Befehl tatsächlich bedeuten soll. Anhand einiger solcher alltäglichen Beispiele bringt er den Hundebesitzern das eigene Fehlverhalten ins Bewusstsein und schafft somit die Grundlage für eine erfolgreiche Hundeerziehung.

Für jeden akustischen Befehl eine bestimmte Gestik

Im Weiteren empfiehlt er, jedem akustischen Befehl eine bestimmte Gestik zu unterlegen, um die Stimme auch senken zu können und dennoch für den Hund klar ersichtliche Aussagen zu machen. So könne Ärger und Geschrei vorgebeugt werden und die Kommunikation ruhig und angenehm ablaufen. Natürlich müssten alle Befehle konsequent und geduldig erarbeitet werden, wobei Lob in Form von Belohnung die beste Methode sei, um dem Hund deutlich zu machen, was von ihm erwartet würde.

Nach Schülers Trainingsansatz müssen zunächst "Namen und Befehle positiv" gemacht werden und der Hund vor allem "motiviert werden" folgsam zu sein. Es gelte, wegzukommen von "mein Hund muss" oder "mein Hund darf nicht" hin zu einem geregelten Miteinander.

Die vielen Fragen des Publikums schon während der Pause und der stürmische Applaus zeigten deutlich, wie häufig Probleme in der Hundeerziehung auftreten und wie dankbar die oftmals überforderten Halter für Schülers einleuchtende Ratschläge waren. (lt)

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