Montag, 20. November 2017

Landsberg

04. Mai 2013 00:32 Uhr

Stadtkapelle

Sogar das Publikum schwang die Hüften

Mitreißendes Konzert am Welttag des Tanzes

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Am „Welttag des Tanzes“ gab die Stadtkapelle Landsberg ihr Frühjahrskonzert im Sportzentrum – passend begleitet von Tanzeinlagen, in die auch Dirigent Martin Heller und Moderator Wolfgang Daum eingriffen.
Foto: Thorsten Jordan

Landsberg Überrascht drehten die Zuschauer die Köpfe, als plötzlich eine einzelne Trompete aus den hinteren Zuschauerreihen erklang. Eine Piccolo-Flöte sowie die kleine Trommel setzten ein, und Philipp Dölzer, Daniela Wolf und Paul Schallmoser marschierten nun – mit dem Orchester musizierend – zu ihren Kollegen auf die Bühne. Mit der „Grande marcia italiana“, dem Florentiner Marsch, eröffnete die Stadtkapelle Landsberg unter der Leitung von Martin Heller ihr Frühjahrskonzert im Sportzentrum.

Für den „Welttag des Tanzes“ hatte Dirigent Heller „Musik, die bewegt“ ausgesucht und gemäß dieses Mottos folgte das dreisätzige Originalwerk für Blasorchester „Danzas Cubanas“ von Robert Sheldon. Beginnend mit einer sehr rhythmischen Conga bewiesen nicht nur die Saxofonisten Fingerfertigkeit. Posaunist Rainer Hach sowie Trompeter Klaus Schmidt glänzten in souverän gespielten Soli.

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Zart und melancholisch leitete Daniela Wolf auf der Querflöte zur lyrischen Son-Salsa über, in der weiche Melodien im hohen Holz und im hohen Blech erklangen. Im dritten Satz, einem temporeichen Mambo, griffen Klarinetten-Läufe und Trompeten-Thema ineinander.

In Norman Tailors „Dance Of The Bedouins“ (Tanz der Beduinen) erklang im Holz-Satz das sonore, orientalisch klingende Thema und die Posaunen breiteten einen Klangteppich aus, auf dem eine lebhafte Trompetenmelodie tanzte.

Sehr kurzweilig und unterhaltsam gestaltete Wolfgang Daum die Moderation des Abends. Sei es ein erheiternder Exkurs in die Fußballhistorie der Bundesliga, die internationale Entwicklung der Blasorchesterliteratur oder das Hula-Hoop-tanzen – Daum fand zu jedem Werk eine gelungene Hinführung.

Besondere Aufmerksamkeit der Zuhörer erforderte der „Earthdance“ von Michael Sweeney. Das Tongemälde ist ein Originalwerk für Blasorchester, mit dem das Orchester durch seine Klänge Bilder im Kopf des Zuhörers gestalten möchte. Beginnend mit einzelnen Schlägen der großen Trommel setzten die Musiker zunächst noch zurückhaltend schnipsend ein.

Das Schnipsen schwoll an, wurde schneller und Dirigent Heller bedeutete auch dem Publikum, nun einzusteigen. Bald klatschte das Publikum, ein Beckenschlag folgte und die Posaunen ertönten mit einem Akkord, auf den die Klarinetten mit einer Unisono-Melodie einsetzten. Es folgte eine immer wieder wechselnde, spannungsgeladene Klangvielfalt, die den Zuhörer zwar forderte, ihn aber musikalisch reich beschenkte. Nach diesem abstrakten Werk läuteten die Musiker der Stadtkapelle Landsberg mit einer beschwingten Melodie, dem „Clog Dance“ (Holzschuhtanz) von John Marcangelo, die Pause ein.

Begeisterten Applaus ernteten die Musiker für „Saturday Night Fever“ in einem Arrangement von Johnnie Vinson, das die bekanntesten Hits des gleichnamigen Films aus den siebziger Jahren beinhaltete.

Cheerleader: Akrobatische Figuren

Vor dem nun folgenden „Soul Bossa Nova“ von Quincy Jones betraten die Landsberg Starlights den Tanzboden vor dem Orchester. Zu den Klängen der Stadtkapellenmusiker zeigten die Cheerleader akrobatische Figuren, Pyramiden und Sprünge.

Als Zuhörer wurde man von der atemberaubenden Show der talentierten jungen Sportler etwas vom musikalischen Geschehen abgelenkt. Wenn man sich wieder darauf konzentrierte, konnte man eine fröhlich gespielte, leicht klingende Melodie zweier Piccoli und mitreißende Rhythmen hören, die es verdient hatten, gehört zu werden, ebenso wie die erneut souverän frei gespielten Posaunen- und Trompeten-Soli.

Nach den Starlights betraten Stefan Müller und Anja Broschulat vom Tanzcenter Payer das Parkett. Das Paar tanzte einen Jive zur Untermalung der „Tanzenden Trompeten“ von Hugo Strasser und Claus Ogermann, in dem Christoph Gruber, Volker Haferkamp, Klaus Schmidt und Alexander Schnepel das beschwingte Hauptthema spielten. Einen Tango zeigte das Tanzpaar zu „Por una Cabeza“ von Carlos Gardel.

Unter Hellers Leitung wiegten die Melodien der hohen Holz- und Blechbläser und die der Saxofone behutsam ineinander, sodass ein Gänsehaut-Gefühl nicht ausblieb.

Für das letzte Stück auf dem Programm übergab der Dirigent seinen Taktstock an die Flötistin Daniela Wolf und nahm selbst am Klavier Platz. Sichtlich mit Freude und Leidenschaft sang Heller „Pas de Boogie Woogie“ von Layng Martine in Begleitung der Stadtkapelle Landsberg.

Schließlich forderte das Publikum noch Zugaben: Zunächst spielte das Orchester „Save The Last Dance For Me“, wiederum gesungen vom Dirigenten. Anschließend forderte die Stadtkapelle Landsberg ihr Publikum: Nach kurzer Einweisung tanzte die komplette Zuschauer-Tribüne mit Unterstützung der Cheerleader begeistert den „Gangnam Style“. Nicole Arnold

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