Donnerstag, 10. Juli 2014

Landsberg

08. Juni 2011 00:04 Uhr

Planspiel

Wenn Jugendliche zu Politikern werden

Zwei zehnte Klassen der Fritz-Beck-Mittelschule simulierten eine Stadtratssitzung

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Schüler der Fritz-Beck-Mittelschule simulierten im Landsberger Sitzungssaal eine Stadtratssitzung.
Foto: Tilmann Janner

Landsberg Was es bedeutet, als Stadtrat zu agieren und politische Entscheidungen zu treffen, haben 34 Schülerinnen und Schüler der Fritz-Beck-Mittelschule erlebt. Die Zehntklässler nahmen am Planspiel Kommunalpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung teil und schlüpften während einer simulierten Sitzung in die Rolle der Stadträtinnen und Stadträte.

Im Sitzungssaal der Stadt Landsberg stellten die sechs Schülerfraktionen eine Stunde lang Oberbürgermeister Ingo Lehmann ihre Anfragen und diskutierten über Anträge zu selbst gewählten Themen. So musste sich der OB zum Umbau des Hauptplatzes und der Situation des Landsberger Kinos äußern – Fragen, die auch in einer realen Sitzung des Stadtrats möglich gewesen wären.

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Nach anfänglicher Zurückhaltung debattierten die Jugendlichen über den Neubau eines Grillplatzes sowie die Anschaffung eines DFB-Fußballkäfigs. Sogar ein Neubau des Inselbads wurde mit großer Mehrheit beschlossen. OB Lehmann und Zweiter Bürgermeister Norbert Kreuzer bemühten sich während des Planspiels um größtmögliche Authentizität und zögerten nicht, kritisch nachzuhaken.

Der Sitzung waren bereits zwei Projekttage an der Schule vorangegangen. „Am ersten Tag haben wir das Einmaleins der Kommunalpolitik behandelt“, erklärte Alina Fuchs von der Friedrich-Ebert-Stiftung das Vorgehen. „Im Anschluss daran haben die Schüler eine Sitzung des Stadtrats besucht.“ Im dritten Schritt seien die Anfragen und Anträge mit Unterstützung der Stadträte erstellt worden.

Gegen das politische Desinteresse

„Zu Beginn war das Interesse eher gering, aber im Laufe des Projekts zeigten sich die Schüler offen und begeistert“, berichtete Klassenlehrer Jacques Höfle.

„Das Planspiel wirkt dem politischen Desinteresse, das Jugendlichen oft nachgesagt wird, entgegen.“ Auch sein Kollege Markus Arnold drückte seine Hoffnung aus, „dass sich die Schüler nun mehr engagieren werden, zum Beispiel im Vereinsleben“.

Da Mittelschüler bisher im Landsberger Jugendbeirat unterrepräsentiert seien, ermutigte OB Lehmann die Zehntklässler vor der Vergabe der Teilnehmerzertifikate: „Lasst euch bei der nächsten Wahl zum Jugendbeirat aufstellen!“

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