Samstag, 29. April 2017

09. September 2011 00:57 Uhr

Arbeitsgericht

Seine Beschimpfungen kosteten ihn den Job

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadtwerke Bad Wörishofen und sein früherer Arbeitgeber sahen sich jetzt vor dem Arbeitsgericht wieder.

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Bad Wörishofen Eigentlich traut man ihm den Aufstand nicht zu. In seinen beigefarbenen Klamotten und den leicht ergrauten Haaren gibt Holger K. (Name geändert) sogar ein recht blasses Bild ab. Aber der Eindruck täuscht. „Das ist ein richtiger Weltverbesserer“, sagt Helmut Vater, der Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Wörishofen.

Die Stadtwerke haben mit K.s Ideen allerdings eher schlechte Erfahrungen gemacht. In vier Briefen an den Bürgermeister der Kneippstadt hatte der Mann unter anderem dargestellt, wie man seiner Meinung nach Hunderttausende Euro im öffentlichen Nahverkehr einsparen könnte. Und weil seine Vorschläge bei den Stadtwerken nicht auf offene Ohren stießen, wurde er in seinen Schreiben mitunter auch etwas ruppig. Den Geschäftsführer nannte er ein „beratungsresistentes Kameradenschwein“ und seinen direkten Vorgesetzten einen „unfähigen Stümper“.

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Bürgermeister Klaus Holetschek sammelte die Briefe und gab das Kompendium im Herbst 2010 an die Stadtwerke weiter. Diese feuerten ihren Mitarbeiter daraufhin. Gegen die fristlose Kündigung legte K. Widerspruch ein. Ein erster Schlichtungsversuch vor dem Arbeitsgericht in Memmingen ist vor einigen Wochen noch gescheitert. K. hatte eine Abfindung gefordert, die Stadtwerke wollten sich höchstens auf eine ordentliche Kündigung einlassen.

Bei einem zweiten Termin vor der 5. Kammer ging es gestern nun ganz schnell. Der Gekündigte erklärte, das Angebot einer gütlichen Trennung nun doch annehmen zu wollen. Herbert Göhlich, Anwalt der Stadtwerke, zeigte sich von dem Einlenken des sonst so kämpferischen Mannes überrascht. „Damit hätten wir jetzt nicht gerechnet“, sagte er. Nach mehreren Beratungsrunden einigten sich die beiden Parteien rückwirkend auf den 31. März als Ende des Beschäftigungsverhältnisses.

K. und sein Arbeitgeber waren früher schon einmal aneinandergeraten. Weil er weder seine Dienstkleidung tragen, noch seine Arbeitszeiten richtig eintragen wollte und auch das Diensthandy nie mit sich führte, zogen ihn die Stadtwerke Ende 2008 per Änderungskündigung von seinem eigentlichen Posten ab. Nun gehen beide getrennte Wege. Mit der Hauspost kann der Mann seine Verbesserungsvorschläge nun jedenfalls nicht mehr verschicken. (zif)

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