Montag, 20. Oktober 2014

11. November 2012 09:00 Uhr

Großübung in Ingolstadt

Katastrophe im Klinikum

Eine fiktive Gasexplosion mit fast 100 Verletzten hielt die Einsatzkräfte am Freitagabend viele Stunden auf Trab

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Wenn Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn zum Klinikum düsen, dann ist das alltäglich. Wenn sie es aber in einer so großen Zahl wie am Freitag Abend tun, dann ist das ungewöhnlich. Entsprechend viel Aufregung verursachte die groß angelegte Katastrophenübung unter allen Menschen, die nicht wussten, dass es kein Ernstfall ist.

Das Szenario: Just in dem Moment, als eine von den vielen Besuchergruppen, die das ganze Jahr über das Klinikum kennenlernen wollen, die Energiezentrale in Augenschein nimmt, kommt es dort zu einem Gasaustritt mit anschließender Explosion. Fast 100 teils laut um Hilfe schreiende Verletzte liegen im und um das Gebäude verstreut. Die gesamte Energieversorgung des größen Krankenhauses der Region liegt am Boden. Ein Unglück von ungeheurem Ausmaß. Und eine dem entsprechend große Aufgabe, die den Rettungseinheiten sowie dem Klinikum selbst gestellt wird.

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Wenige Minuten nach dem Alarm um 17 Uhr rollen die ersten Hilfseinheiten an. Es werden immer mehr, am Ende sind es rund 300 Einsatzkräfte. Beinahe alles, was bei Feuerwehren, Rettungsdienst und den anderen Hilfsorganisationen im Stadtgebiet laufen oder rollen kann, wurde mobilisiert. Darüber hinaus gibt es Einsatzmeldungen an Spezialtrupps in den umliegenden Landkreisen.

Ingolstadts Ordnungsreferent Helmut Chase und Ulrich Braun als Chef der Berufsfeuerwehr beobachten mit den anderen Führungskräften, wie die Einheiten vorgehen und wo Schwachstellen liegen. Immer wieder neue Meldungen von „Opfern“, die in Schächte gefallen sind oder hinter Containern entdeckt wurden, machen das Aufgabengebiet immer noch komplexer. Längst stehen die Einsatzfahrzeuge in langen Schlangen vor dem Klinikum und in den umliegenden Straßen. Einige Passanten und Menschen, die Patienten besuchten, reagierten sehr verunsichert. „Nur eine Übung“, wurden sie beruhigt.

Es war auch ein Ernstfall-Test für die neue Notfallklinik

Auch das Klinikum selbst war hoch gefordert. Die technischen Abteilungen ebenso wie die Ärzte in der neuen Notfallklinik. Die wurde mit einbezogen, damit auch dort getestet werden konnte, wie die Abläufe sind, wenn es tatsächlich einmal zu einem Massenanfall von Opfern kommen sollte. Bald waren die Gänge mit vermeintlichen Schwerstverletzten gefüllt, die auf Tragen lagen. Das medizinische Personal musste an seine Grenzen gehen.

Alles wurde dokumentiert, gefilmt und kritisch beobachtet. Vor allem auch die ehrenamtlichen Kräfte, denn der Ordnungsreferent wollte wissen, ob Alarmierungszeiten und Tagesbereitschaft eingehalten werden. Die Übung war erst gegen 22 Uhr beendet. Dann wurde die Katastrophe wieder weggeräumt.

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