Eine chinesische Firma, die eine Puppe mit dem Aussehen des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs herstellt, will diese nicht als Spielzeug verstanden wissen. "Wir machen die Figuren für Apple-Fans, die Steve Jobs wirklich bewundern und traurig über seinen Tod sind", sagte ein Vertreter der in Hongkong ansässigen Firma DiD Corp am Mittwoch.

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Durch Steve Jobs wurde Apple zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt. In den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten hat er mit vielen Innovationen die Welt verändert. Ein Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine:
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Lange Zeit wurden Computer nur über die Befehlszeile gesteuert, mit der Eingabe von Zeichen auf einem dunklen Bildschirm. Apple brachte nach der Gründung 1976 als erstes Unternehmen den Apple II mit farbiger Grafik heraus. Der 1983 gestartete Computer Apple Lisa führte die bis heute übliche Bedienung von Programmen mit einem Menü und in einem Fenster ein - zwei Jahre vor Windows.
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1984 präsentierte Jobs den Apple Macintosh, der zum ersten kommerziell erfolgreichen Computer mit grafischer Benutzeroberfläche wird. Das Konzept hatte er vom legendären kalifornischen Forschungszentrum Xerox PARC übernommen, dessen Potenzial von den Xerox-Bossen in New York nicht erkannt worden war.
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Puppe für umgerechnet 76 Euro
Die gut 30 Zentimeter große Figur soll ab Februar für umgerechnet 76 Euro pro Stück verkauft werden. "Unser Ziel ist es, ein Sammlerstück zu schaffen, kein Spielzeug. Daher achten wir bei Design und Herstellung sehr auf jedes kleinste Detail", sagte der Firmenvertreter.
Die Firma DiD Corp stellt Actionfiguren wie Soldaten her, hat aber auch eine Puppe von US-Präsident Barack Obama in ihrem Sortiment. Die Puppen haben ein äußerst realistisches Aussehen. Die Steve-Jobs-Figur wird von der Firma In Icons vertrieben.
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Steve Jobs ist Mitbegründer der Firma Apple. Zusammen mit Steve Wozniak und anderen entstand das Unternehmen Ende der 1970er Jahre in Jobs' Garage.
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Den Firmennamen hat Steve Jobs nach eigenen Angaben erfunden, weil er damals ausschließlich Obst aß. Lange Zeit lebte Jobs als Veganer und war bekennender Buddhist.
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1985 wurde Jobs aus dem Unternehmen gedrängt. Daraufhin gründete er eine weitere Computerfirma ("NeXT") und später das Zeichentrickfilmstudio Pixar Inc. ("Toy Story", "Findet Nemo")
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Durch den Verkauf von Pixar an Walt Disney war Jobs der größte Einzelaktionär von Disney.
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Als Apple kurz vor dem Ruin stand, wurde Steve Jobs als Retter zurückgeholt. Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem
Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später den revolutionären iPod.
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Erst als "vorübergehender" dann als richtiger Geschäftsführer machte Jobs aus Apple eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt.
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Apple war 2011 neben dem Ölmulti ExxonMobil das wertvollste Unternehmen der Welt.
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Apple-Produkte wie der iMac, das iPhone, iTunes oder das iPad sind untrennbar mit dem Namen Steve Jobs verbunden.
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Mit diesen Innovationen setzte das Unternehmen Maßstäbe. Jobs selbst wurde von den Apple-Jüngern zum Mythos stilisiert.
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Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte, trat er fast immer völlig unscheinbar in
ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover auf.
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Steve Jobs gilt als Visionär, Workaholic und gnadenlos fordernder Chef.
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Sein Jahresgehalt als Geschäftsführer belief sie auf genau einen Dollar. Damit kam Jobs sogar ins Guiness-Buch der Rekorde. Stattdessen wurde er mit Aktien und exklusiven Geschenken der Geschäftsleitung belohnt.
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2004 gab Jobs bekannt, dass er von
Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war. 2009 sah er sich aber wieder gezwungen, eine sechsmonatige
Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt
wurde.
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Anfang 2011 musste er zum dritten Mal pausieren. Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden endgültig auf.
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Einen Tag,
nachdem sein Nachfolger, Tim Cook, seine erste Präsentation gehalten
hatte, gab Apple den Tod des Visionärs bekannt.
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Jobs wurde 1955 in San Francisco geboren. Seine Eltern, zwei Studenten, gaben ihn kurz nach der Geburt zur Adoption frei. Erst 30 Jahre später erfuhr er von seinen biologischen Eltern.
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Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und gründete später Appel.
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Steve Jobs war verheiratet. Mit seiner Frau Laurene Powell hatte er drei Kinder, zudem hatte er eine Tocher aus einer früheren Beziehung.
Steve Jobs: Vollbart und Brille
Die Puppe zeigt Jobs mit kurz gestutztem Vollbart und Nickelbrille. Als Zusatzausstattung können die für Jobs typischen Turnschuhe, eine Jeans und der legendäre schwarze Rollkragenpullover erworben werden. Der Erfinder des iPhones war im Oktober im Alter von 56 Jahren an Krebs gestorben. (afp)
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