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Belästigungsvorwürfe: Französischer Staatssekretär tritt zurück

Belästigungsvorwürfe

Französischer Staatssekretär tritt zurück

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    Französischer Staatssekretär tritt zurück
    Französischer Staatssekretär tritt zurück

    Dies  teilte das Büro von Regierungschef François Fillon am Sonntag in  Paris mit. Tron beteuerte in seinem Rücktrittsgesuch an Präsident  Nicolas Sarkozy seine Unschuld.

    Er werde dafür kämpfen, seine Unschuld zu beweisen, schrieb der  bisherige Staatssekretär für den Öffentlichen Dienst an Sarkozy. Er  werde die "rachsüchtigen" Anschuldigungen der Frauen widerlegen,  von denen eine wegen Betrugs und die andere wegen "würdelosen  Verhaltens" entlassen worden sei. Das Büro des Regierungschefs  erklärte seinerseits, Fillon habe den Rücktritt zur Kenntnis  genommen und begrüße "den Mut und das Verantwortungsgefühl" Trons.  Die Entscheidung diene dem Allgemeinwohl, habe zugleich aber keine  Auswirkungen auf das Ergebnis der Untersuchung der Vorwürfe.

    Gegen Tron war am Mittwoch ein vorläufiges Ermittlungsverfahren  eingeleitet worden, nachdem die beiden ehemaligen Mitarbeiterinnen  ihn wegen sexueller Belästigung angezeigt hatten. Trons Anwalt  erklärte daraufhin, sein Mandant, der als Bürgermeister von Draveil  südlich von Paris mit den Frauen zusammengearbeitet hatte, werde  sie seinerseits wegen Verleumdung anzeigen.

    Tron hatte seinen politischen Gegnern vorgeworfen, von der  Festnahme des Ex-IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn in den USA wegen  des Verdachts der versuchten Vergewaltigung profitieren zu wollen.  Es werde versucht, "eine Affäre nachzuahmen, die sich auf der  anderen Seite des Atlantiks abspielt", sagte Tron. Er wies außerdem  darauf hin, dass der Anwalt der mutmaßlichen Opfer ein Freund der  französischen Rechtsextremen Marine Le Pen sei, mit welcher er  selbst seit Monaten im Streit liege.

    Der Anwalt der beiden Frauen hatte erklärt, diese hätten  "regelrechte sexuelle Angriffe" von Tron erlitten und seien darüber  so depressiv geworden, dass sie kurz vor dem Selbstmord gestanden  hätten. Die Organisation zum Schutz von Frauen am Arbeitsplatz,  AVFT, erklärte zudem, bereits im November und damit Monate vor dem  Skandal um Strauss-Kahn eine glaubwürdige Aussage von einer der  Frauen erhalten zu haben.

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