Dienstag, 16. Januar 2018

06. Dezember 2017 10:00 Uhr

Wehringen

Viele Aufgaben für einen Bürgermeister

Wehringen ist geschätzter Wohnort und eine Gemeinde mit starker Wirtschaft sowie aktiven Vereinen. Die wachsenden Aufgaben werden ab 2020 einen hauptamtlichen Gemeindechef verlangen, sagt Manfred Nerlinger.

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Bürgermeister  Manfred Nerlinger kann mit der Entwicklung von Wehrinegn zufrieden sein. Mehr Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen, ist einer seiner Wünsche.
Foto: Christian Kruppe

Herr Nerlinger, bei der Bürgerversammlung haben sie gesagt, es ist ein großes Glück, in Wehringen zu leben. Warum?

Manfred Nerlinger: Weil wir eine tolle Dorfgemeinschaft haben. Für eine Gemeinde mit rund 3000 Einwohnern ist das nicht alltäglich. Außerdem feiert Wehringen gerne, was zum Beispiel unser Dorffest und der Weihnachtsmarkt zeigen.

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Welche Rolle hat man als Bürgermeister bei der guten Stimmung in der Gemeinde?

Manfred Nerlinger: Man muss der Motivator sein. Wichtig sind aber die Vereine. Ohne die geht nichts. Daher fördern wir vonseiten der Gemeinde, was uns möglich ist. Für die Jugendarbeit gibt es 12,50 Euro pro Jugendlichem im Jahr, die Nutzung der kommunalen Liegenschaften ist kostenfrei (Bürgersaal, Sporthalle etc.) und bei Investitionen gibt es sehr großzügige Zuschüsse. Aber eigentlich ist die Vereinsarbeit unbezahlbar. Die Vereine sind die Lebensgrundlage im Dorf.

Die Region wächst, wie sieht es mit dem Wachstum in Wehringen aus?

Manfred Nerlinger: Wir wollen kein Wachstum um jeden Preis. Das Wachstum muss organisch sein. Unser vorrangiges Ziel ist es, Bauplätze für die eigenen Bürger zu schaffen. Künftig weisen wir Baugebiete nur noch zur Abrundung aus. Große Bedeutung hat daher die Nachverdichtung. Im Dorf sind derzeit mehr als 100 baureife Grundstücke in Privatbesitz vorhanden. Der Ortskern soll aber das dörfliche Ortsbild beibehalten. Daher nehmen wir auch am Modellprojekt „Nachverdichtung“ teil. Die ersten kleinen Erfolge gab es schon.

Wie sieht es mit der Ansiedlung einer Einkaufsmöglichkeit aus?

Manfred Nerlinger: Wir haben versucht, einen Supermarkt zu bekommen. Aber es hat nicht geklappt. Die Geschäfte in den Nachbargemeinden sind zu nah. So lässt sich auch der Wunsch nach einem Dorfladen nicht erfüllen. Daher wollen wir einen Wochenmarkt etablieren.

Wie sieht es in Sachen Ortsbild aus, ein echtes Zentrum fehlt doch?

Manfred Nerlinger: Wir haben zwei Zentren. Den Rathausplatz und den Kirchplatz. Das ist durch die Struktur des Dorfes bedingt. Wir tun viel für das Ortsbild. Die Sanierung der Bahnstraße, die eine wichtige Ost/West-Achse ist, zum Beispiel. Zudem wollen wir die Singold etwa mit einem Wasserspielplatz und Wegen entlang des Flusses erlebbar machen.

Wirtschaftlich hat Wehringen offenbar keine Sorgen, oder?

Manfred Nerlinger: Wir sind seit dem Jahr 2013 schuldenfrei, obwohl wir in der Vergangenheit kräftig investiert haben. Eines meiner Ziele beim Amtsantritt im Jahr 2008 war die Schaffung von Arbeitsplätzen. Dies haben wir, auch durch die Schaffung von Gewerbeflächen erreicht. So haben wir in den letzten neun Jahren die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort verdreifacht – momentan sind es über 600.

Sie engagieren sich auch stark im Begegnungsland Lech/Wertach. Warum?

Manfred Nerlinger: Weil dies sehr wichtig ist. Das Begegnungsland führt die Region zusammen und sorgt für neues Selbstbewusstsein.

Wehringen hat viel Durchgangsverkehr. Wie sieht es mit einer Umgehung aus?

Manfred Nerlinger: Wenn so was kommt, dann nur gemeinsam mit den Nachbarkommunen. Aber im Verkehrswegeplan waren wir nicht drin, da hat der Bund andere Prioritäten. Ideen für eine Umsetzung wären da.

2020 wird gewählt, treten sie dann wieder an?

Manfred Nerlinger: Könnte ich mir vorstellen, ich bin voller Ideen – über 2020 hinaus. Aber die Doppelbelastung als ehrenamtlicher Bürgermeister und als Regierungsrat bei der Regierung von Schwaben ist kaum mehr zu bewältigen. Wehringen als sehr aktive Gemeinde mit 3000 Einwohnern braucht ab 2020 unbedingt einen hauptamtlichen Bürgermeister. Interview: Christian Kruppe

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