Donnerstag, 14. Dezember 2017

15. April 2017 00:32 Uhr

E-Autos machen Stromteurer

Lade-Netz kostet Geld

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Auf Deutschlands Stromkunden kommen wegen der massiven Ausbaupläne für die Elektromobilität neue Kosten zu. Um die Ladesäulen für Elektroautos mit Strom zu versorgen, müsse das Stromnetz spürbar ausgebaut werden, erklärte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Das gelte für Verteilnetze und die großen Stromautobahnen. Bezahlt werden Netzausbauten von den Stromkunden über Aufschläge auf den Strompreis.

Nach Schätzung der Nationalen Plattform Elektromobilität sind allein für die geplanten eine Million E-Autos bis 2020 rund 70000 Ladepunkte und gut 7100 Schnellladesäulen erforderlich. Bisher gibt es laut Branchenverband BDEW gerade einmal ein Zehntel davon, die Zahl der Säulen wächst in jüngster Zeit aber kräftig.

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Schon jetzt machen die Netzentgelte rund ein Viertel des Strompreises für Haushaltskunden aus. Das Ziel von einer Million Elektroautos ist nur ein Zwischenschritt. Für 2030 plant die Bundesregierung sechs Millionen Elektroautos. In Deutschland fahren derzeit laut Kraftfahrtbundesamt rund 45 Millionen Personenwagen, davon sind aber erst 34 000 reine Elektroautos.

Den zusätzlichen Strom für Elektroautos zu erzeugen, ist aus der Sicht der Branche wohl kein Problem: Der Stromverbrauch von in der Spitze bundesweit gut 80 Gigawatt wachse damit voraussichtlich um weniger als 0,5 Prozent, sagte ein Eon-Sprecher. (dpa)

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