Samstag, 30. August 2014

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30. Januar 2013 19:26 Uhr

Medizin

Erektionsstörungen ein Warnsignal für Herzprobleme

Australische Wissenschaftler stellten einen Zusammenhang zwischen Erektionsstörungen und späteren Herzproblemen her. Diese könnten dadurch früher erkannt und behandelt werden.

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Wissenschaftler stellten einen Zusammenhang zwischen Erektionsstörungen und späteren Herzbeschwerden her.
Foto: dpa

Erektionsstörungen sind für viele Männer schwer belastend. Jetzt fanden Forscher heraus, dass die Beschwerden auf spätere Herzprobleme hinweisen können. Das Positive daran: Damit haben Betroffene die Chance, Herzbeschwerden frühzeitig erkennen und behandeln zu lassen.

Je gravierender die Erektionsprobleme sind, desto höher ist auch die Herzinfarktgefahr oder andere Herz- oder Gefäßerkrankungen zu bekommen, berichten jetzt australische Wissenschaftler dem Fachblatt "PLOS Medicine".

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Auswertung von Daten zeigt deutlichen Zusammenhang

Die Störungen der Erektionsfähigkeit könnten demnach als eine Art Warnsignal verstanden werden und zur frühzeitigen Diagnose von Herzerkrankungen genutzt werden. Das Team um die Wissenschaftlerin Emily Banks von der Australian National University in Canberra hatte dafür gesundheitsbezogene Daten von mehr als 95 000 Männern über 45 Jahre ausgewertet. Diese hatten in den Jahren 2006 bis 2009 einen Fragebogen ausgefällt, in dem unter anderem auch nach Erektionsproblemen gefragt wurde.

In den darauffolgenden Jahren ermittelte das Forscherteam, welche Männer aus welchen Gründen in ein Krankenhaus eingewiesen wurden oder wann sie gestorben waren. Insgesamt 7855 Männer waren mit einem Herzproblem ins Krankenhaus gekommen, 2304 starben innerhalb des Untersuchungszeitraums.

Schon leichte Erektionsprobleme können auf Herzbeschwerden hinweisen

Statistisch ausgewertet ergaben die Daten, dass schon eine milde Erektionsstörung auf eine spätere Herzerkrankung hinweisen kann. Männer, bei denen keine Herzerkrankung diagnostiziert worden war, die aber unter gravierenden Erektionsstörungen litten, hatten ein deutlich erhöhtes Risiko, später einmal mit einer Herzschwäche oder anderen Herzbeschwerden ins Krankenhaus zu kommen. Sie starben auch eher als die Männer ohne Erektionsstörungen.

Die Wissenschaftler betonten, dass die Erektionsstörungen nicht der Auslöser der Herzkrankheiten waren. Vielmehr hätten die beiden Beschwerden eine gemeinsame Ursache, wie beispielsweise eine Verkalkung der Arterien. Ärzte sollten Männer mit Erektionsstörungen daher auch auf mögliche Herzkrankheiten untersuchen.

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