Samstag, 17. Februar 2018

08. Februar 2018 20:14 Uhr

Verabschiedung

Warum Schulleiter Detlev Kraze so beliebt ist

Die Wittelsbacher Realschule in Aichach verabschiedet Detlev Kraze mit einer gehörigen Portion Wehmut in den Ruhestand. 14 Jahre lang hat er die Schule geprägt. Von Vicky Jeanty

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Im Mittelpunkt seines Schaffens als Schulleiter der Wittelsbacher Realschule standen für Detlev Kraze stets die Schüler. Fast 14 Jahre lang hat der 64-Jährige die Geschicke der Schule geleitet. Gestern wurde er dort mit einer gehörigen Portion Wehmut verabschiedet. Schüler, Kollegen, der Elternbeirat, der Personalrat und die erweiterte Schulleitung waren sich einig, dass sie mit Kraze nicht nur einen überaus kompetenten Pädagogen und Kollegen verlieren. Vermissen werden alle den ausgesprochen warmherzigen Schulleiter, der mit seiner freundlichen und ruhigen Art das Schulklima maßgeblich geprägt hat.

„Sie waren den Menschen stets gewogen“, bescheinigte Landrat Klaus Metzger dem Realschuldirektor. Entsprechend komme dem „Wir-Gefühl“ als Wahlspruch der Schule eine besondere Bedeutung zu. Das Mit- und Füreinander habe Kraze vorbildlich vorgelebt, seine umsichtige Führung verdiene höchstes Lob und große Anerkennung. Metzger hob die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern im Landratsamt hervor, auch ein Verdienst eines weitsichtigen Schulleiters, dem das Wohl der Schule am Herzen liege. Der dringend notwendigen Sanierung des Anbaus sieht er mit einer gewissen Zuversicht entgegen. „Im Haushalt 2018 ist noch etwas Luft nach oben. Wir werden sie zu nutzen wissen“, meinte Metzger. Im Übrigen entbehre der Abschied des langgedienten Schulleiters nicht einer gewissen Dramatik: sei er doch der erste von drei Direktoren, die in Bälde den Schuldienst verlassen. Gerhard Haunschild, Schulleiter des Deutschherren-Gymnasiums, wird kommende Woche in den Ruhestand entlassen, im Sommer folgt Gerhard Kestner, Leiter der Berufsschule. Ein Triumvirat, das schwer zu ersetzen sei, so der Landrat. So sehe er es mit besonderer Freude, dass mit Renate Schöffer für das DHG und Hans Friedrich Stock für die Realschule „zwei ausgezeichnete Pädagogen“ die Leitung übernehmen.

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Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann wird ebenfalls den „geschätzten Gesprächspartner und exzellenten Schulleiter“ schmerzlich vermissen. Ruhig, unaufgeregt und beständig habe sich Kraze die Geschicke der Schule zu eigen gemacht, seine Schüler hätten mit hervorragenden Resultaten in den Abschlussprüfungen ihr Können und Wissen unter Beweis gestellt. „Hier wurde Erfolg vorgelebt“, betonte Habermann, der Kraze für die „großartige Amtszeit“ dankte. „Sie werden uns fehlen“, meinte er und drückte Kraze das Buch mit den 100 Dingen, die man im Leben getan haben muss, in die Hand. Mit den besten Wünschen für einen rundum genussvollen Ruhestand.

Detlev Kraze: Das plant der Schulleiter für die Zukunft

Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Schwaben, Martin Sulzenbacher, komplettierte die lange Liste von Krazes Verdiensten und Eigenschaften. Mit Stolz und Zufriedenheit könne er auf ein langes Berufsleben zurückschauen, an dessen Ende er eine „intakte Schule“ hinterlasse. Er gab einen kurzen Abriss über Krazes Lebenslauf. Der gebürtige Landsberger machte 1972 sein Abitur am Augsburger Holbein-Gymnasium und begann dann sein Studium der Mathematik und Physik in München. Nach dem Staatsexamen und dem Referendariat in Augsburg war er ab 1977 22 Jahre lang Lehrer an der Realschule in Mering. 1999 wurde er Konrektor in Schrobenhausen, bevor er 2004 als Schulleiter nach Aichach kam. Ihn zeichne seine Zuverlässigkeit in allen schulischen Belangen aus, er sei entschlussfreudig, sachlich-objektiv, loyal und von einer großen Menschenfreundlichkeit. Sulzenbacher, der ebenfalls kurz vor der Pensionierung steht, wünschte ihm einen erfüllten Ruhestand.

„Das unbeschwerte Leben beginnt erst nach der Pensionierung“, sagte ein leicht gerührter Detlev Kraze. Ohne Tamtam, am liebsten im engsten Kreis, hätte er seinen Abschied gefeiert, meinte er. „Aber dann hätte ich eine tolle Veranstaltung versäumt.“ Er dankte den vielen Mitwirkenden aus Schüler-, Eltern- und Kollegenkreis. Nach 45 Dienstjahren freue er sich auf ein freies Privatleben. „Jetzt ist es Zeit, zu gehen und die Schule zu übergeben“, sagte er. Dass er seine Arbeit immer gern gemacht habe, sei auch den engagierten und kooperativen Kollegen und Mitarbeitern geschuldet.

Die wollten ihn auf mancherlei Art und Weise zum Bleiben animieren, doch am Ende wünschten sie dem begeisterten Motorradfahrer, versierten Koch und reisefreudigen Kollegen ein spannendes Rentnerdasein. Den Schülern bleibt ihr Chef als Hirte und Türsteher, als Cowboy, Captain und Rocker in Erinnerung. Es wurde gesungen und musiziert, gerockt und gesportelt. Im Hintergrund lief eine aufschlussreiche Bildershow, die Kraze in leicht verfremdeten Lebenslagen zeigte. Für die Organisatoren hatte der Landrat Geschenke parat, bevor es ans Büfett ging.

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