Nachdem in Augsburg zwei Überweisungsbetrüger festgenommen wurde, konnte die Polizei weitere Fälle in der Region aufklären.

Die beiden Überweisungsbetrüger, ein 34 und ein 49 Jahre alter Mann, wurden bereits am zweiten Mai in Augsburg festgenommen. Nach deren Festnahme konnte die Polizei nun fünf weitere Überweisungsbetrugs-Fälle im Bereich Obergünzburg und Kempten klären.
Wie die Polizei berichtet, hatten die beiden Täter aus den Überweisungssammelbehältern der Sparkassen und Raiffeisenbanken die ausgefüllten Überweisungen gefischt. Mit den Kontodaten der Geschädigten wurden neue Überweisungsträger erstellt und mit einer gefälschten Unterschrift an anderer Stelle eingeworfen oder per Post verschickt. In einem Fall hatten die Täter Erfolg und eine Überweisung in Höhe von 4.000 Euro wurde auf ein Konto in Belgien überwiesen.
Durch aufmerksame Bankangestellte wurden in den anderen Fällen die Fälschungen rechtzeitig erkannt und weit über 60.000 Euro an Schaden verhindert, so die Polizei. Der Tatnachweis für diese Fälle gelang über die gesicherten Finger- und DNA-Spuren. Diesen konnten nach Angaben der Polizei den beiden Tätern bei der Auswertung eindeutig zugeordnet werden.
Für weitere Fälle im Bereich Memmingen und Hof kommen die beiden Männer ebenfalls in Frage. Hier stehen die Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchungen noch aus. Nach der Festnahme wurden die beiden mutmaßlichen Betrüger aufgrund bestehender Haftbefehle in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. In der Zwischenzeit ergingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten auch Haftbefehle wegen der Überweisungsbetrügereien. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Kaufbeuren sind abgeschlossen. AZ
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