Donnerstag, 25. Mai 2017

21. August 2012 14:00 Uhr

Augsburg

Ordnungsdienst-Mitarbeiter bringt Radfahrer zu Fall

 Mann stürzt bei Kontrolle und bricht sich den Arm. Er hat nun gute Chancen, dass die Stadt Augsburg Schmerzensgeld zahlt Von Nina Gut

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Symbolbild
Foto: Hermann Ernst

Ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes hat seine Aufgabe offensichtlich zu ernst genommen. Mit einem Schirm als Verlängerung seines Arms stellte er sich einem Radler in der Annastraße in den Weg, sodass dieser stürzte und sich den Arm brach. Der Verletzte fordert 3700 Euro Schadenersatz und 2000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht Augsburg hatte seine Klage noch abgewiesen. Doch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht (OLG) München stehen seine Chancen nun gut.

Kameramann Wolf Kühne fuhr im August 2010, um acht Uhr in der Früh, mit etwa zehn Kilometern pro Stunde durch die Fußgängerzone, berichtete er vor dem Oberlandesgericht. Radeln ist zu dieser Zeit erlaubt. Plötzlich sei ein Mann hinter geparkten Autos hervorgesprungen. „Er hatte sich versteckt.“ Kühne sagt, er habe den Mann nicht als Mitarbeiter des Ordnungsdienstes erkannt. „Er war für mich ein normaler Mensch mit dunkler Hose und Schirm.“ Einer, der mit seinem Hund Gassi gehe. Der Mann habe etwas gebrüllt, was Kühne nicht verstanden habe. Der Kameramann bremste, wollte ausweichen. Aber der Ordnungsdienstler habe ihm den Weg immer weiter „zugebaut“. „Er nahm mir mit dem Schirm noch den letzten Millimeter.“ Bis er sich nicht mehr auf dem Rad habe halten können und über den Lenker flog. Mit schmerzhaften Folgen.

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Der Mitarbeiter des Ordnungsdienstes sagte, Kühne sei mit Tempo 25 bis 30 unterwegs gewesen – und damit mit „deutlich überhöhter Geschwindigkeit“. Da habe er sich mit ausgebreiteten Armen, den Schirm in einer Hand, in den Weg gestellt. Seine Meinung: „Er hätte stärker bremsen müssen.“ Dafür erntete er allerdings Kopfschütteln von den Richtern. Das Gericht sah die Sache anders. „Darf er den Schirm als Schranke verwenden? Nein, das ist ein unverhältnismäßiges Mittel“, sagte die Richterin Maria Vavra. Sie schlug einen Vergleich vor, bei dem die Stadt Augsburg 1800 Euro zahlt. Der Anwalt der Stadt will noch überlegen. Vielleicht keine gute Idee. Richterin Vavra: „Wollen Sie wirklich in einem Urteil von uns hören, wie der Ordnungsdienst der Stadt Augsburg agiert?“

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