Montag, 23. Oktober 2017

06. März 2015 17:31 Uhr

Musik

"We love Augsburg": 20 Liebeserklärungen auf einer CD

Auf „We love Augsburg“ haben Johannes Tomaschko und Andreas Schmidt die Musikszene der Stadt versammelt. Viele Künstler sind dabei, Andreas Bourani lehnte allerdings ab.

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Andreas Schmidt (links) und Johannes Tomaschko präsentieren ihre CD "We love Augsburg", für die sie 20 Werke aus der Augsburger Musikszene zusammengetragen haben.
Foto: Ulrich Wagner

Ist es möglich, die Musikszene einer ganzen Stadt auf eine CD zu packen? Und wie würde sich das im Falle von Augsburg anhören? Die beiden Musikproduzenten Johannes Tomaschko und Andreas Schmidt haben sich an eine solche Zusammenstellung gewagt. Herausgekommen ist die CD „We love Augsburg“.

Vor einem Jahr hatten Schmidt, 24, und Tomaschko, 31, das Musiklabel Black Lemon Records gegründet. Die CD ist das erste große gemeinsame Projekt mit dem Logo der schwarzen Zitrone darauf, das die beiden Augsburger umsetzten. Mit 20 Stücken stellt die Scheibe die Augsburger Musikszene vor – genre- und generationsübergreifend, wie die Produzenten betonen. Auch das Cover ist unverkennbar „Made in Augsburg“: Es zeigt den Hotelturm im Abendlicht.

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Die Augsburger Musikszene auf einer CD

Wer die CD einlegt, bekommt Popmusik im weitesten Sinne zu hören. Dub à la Pub besingen zum Reggearhythmus in „Augsburg- City“ ihre Liebe zur Heimatstadt. Die Indie-Pop-Band Anajo ist mit dem Lied „Kleine Lügen“ vertreten. Die A-cappella-Band Cash-N-Go covert „Chasing Cars“ von Snow Patrol. Elektrobeats, Dancehits, Hip-Hop und Rap ergänzen die Zusammenstellung.

Mit der CD haben sich die Musikproduzenten einen Traum erfüllt. „Wir hatten so ein Projekt schon länger vor Augen“, sagt Schmidt. Tomaschko ergänzt: „Es hat mich schon immer interessiert, was die Musikszene der Stadt zu bieten hat.“ Viele der Künstler aus Augsburg und Umgebung kannten die Gründer von Black Lemon Records bereits durch ihre Arbeit in der Musikszene und fragten bei ihnen direkt an. Die meisten waren sofort bereit mitzumachen. So wie Chris Excess, der seit 1996 in seinem Tonstudio im Kulturpark auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne in Kriegshaber hauptsächlich Remixe produziert. Von ihm ist das erste Stück auf der Platte.

Nicht auf der CD: Anderas Bourani lehnt ab

Tomaschko und Schmidt haben aber auch bei Künstlern nachgefragt, die sie nicht persönlich kannten – zum Beispiel beim derzeit wohl bekanntesten Musiker, der aus Augsburg stammt. Doch Andreas Bourani wollte nicht. Für seine Plattenfirma war das Projekt „We love Augsburg“ wohl zu klein.

1000 CDs hat Black Lemon Records pressen und an die Plattenläden im Umkreis liefern lassen. Im Internet ist die Zusammenstellung ebenfalls erhältlich. Anspruch auf Vollständigkeit erheben die Macher übrigens nicht. „Wir haben bei weitem nicht alles draufbekommen, was Augsburg zu bieten hat“, sagt Schmidt. Er und Tomaschko könnten sich deshalb vorstellen, weitere Scheiben mit Hits von lokalen Popmusikern herauszubringen. Das hänge von den Verkaufszahlen der ersten CD ab, sagen sie.

Seinen eigenen Song auf der Platte hat Tomaschko selbst produziert, alle anderen haben die Künstler fertig geliefert. Lediglich um das Mastern, also das Vereinheitlichen der Lautstärke der einzelnen Lieder, mussten sich die beiden noch kümmern. Das Schwierigste kam laut Schmidt erst danach, nämlich Marketing und Vertrieb.

We love Augsburg: Künstler aus Augsburg präsentieren sich

Bei Black Lemon Records selbst sind derzeit fünf Künstler unter Vertrag. Das Label ist auf radiotaugliche Popmusik ausgerichtet. „Wir legen wert darauf, dass wir Klasse statt Masse haben“, sagt Schmidt. Vier Sublabels hat Black Lemon Records zudem, sie widmen sich jeweils einem bestimmten Genre, zum Beispiel Deutschrap. Bei den Sublabels sind insgesamt etwa 40 Musiker unter Vertrag.

Längst nicht alle, die im Musikgeschäft tätig sind, können davon leben. Johannes Tomaschko kann es, weil er mehrere Standbeine hat. Neben seiner Arbeit als Musikproduzent macht er unter seinem Künstlernamen Jon Thomas selbst Musik, zudem legt er als DJ bei verschiedenen Veranstaltungen auf. Andreas „Swapking“ Schmidt arbeitet hauptberuflich bei der Deutschen Bahn. Die Arbeit in der Musikbranche ist für ihn ein Nebenberuf, mehr ein Hobby, so wie für andere das Skifahren.

Eine goldene Nase werden Schmidt und Tomaschko mit der CD nicht verdienen. Aber die Augsburger Musikszene werden sie damit sicherlich bekannter machen.

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