Sonntag, 24. September 2017

02. April 2010 10:00 Uhr

Vorstoß der Staatskanzlei

Bayern droht Randalierern mit Führerscheinentzug

Staatskanzleichef Schneider will jungen Leuten, die nach Alkoholexzessen randalieren, im Wiederholungsfall den Führerschein verweigern oder entziehen.

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Siegfried Schneider (CSU)
Foto: Fred Schöllhorn

Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) will jungen Leuten, die nach Alkoholexzessen randalieren, im Wiederholungsfall den Führerschein verweigern oder entziehen. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in München schlug Schneider eine «gelbe Karte» für 14- bis 24-Jährige vor, die betrunken andere Menschen attackieren oder Sachschäden verursachen.

«Diese gelbe Karte wird dann als letzte Warnung ausgesprochen», erklärte er. Im Wiederholungsfall solle Jugendlichen, die noch keinen Führerschein haben, die Zulassung zur Fahrprüfung verweigert werden. Und jungen Leuten mit Führerschein solle der Verlust der Erlaubnis drohen - und zudem eine medizinisch-psychologische Untersuchung.

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«Ich bin überzeugt, dass die gelbe Karte ein präventiv, erzieherisch wirksames Mittel ist, um gegen Jugendgewalt vorzugehen, wenn sie ­ wie so oft - mit übermäßigem Alkoholkonsum verbunden ist», betonte der CSU-Politiker. Vorschläge mit ähnlicher Zielrichtung würden in einigen Städten und Landkreisen auch schon praktiziert. «Alkohol ist Aggressionsverstärker Nummer eins bei Jugendlichen», erklärte Schneider. Immer mehr Straftaten und Ordnungswidrigkeiten von Jugendlichen würden heute unter Alkoholeinfluss begangen.

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Darüber hinaus sprach sich auch Schneider für ein nächtliches Verkaufsverbot für harte Alkoholika an Tankstellen aus - und für ein Verbot von Flatrate-Partys. Denn die aktuelle Kriminalitätsstatistik unterstreiche, dass sich Jugendliche zunehmend nachts Alkohol zum «Vorglühen» an Tankstellen beschafften und dann Straftaten begingen.

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Schlagworte

Siegfried Schneider | CSU | München


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