Mittwoch, 18. Oktober 2017

20. April 2017 21:12 Uhr

Wetter

So wird das Wetter am Wochenende

Nach einer bitterkalten Nacht wird der Freitag zwar etwas angenehmer als die vergangenen Tage. Doch das ist leider kein Trend.

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Wer am Samstag unterwegs ist, muss sich auf Dauerregen einstellen.
Foto: Friso Gentsch, dpa

Wer sich für das Wochenende Aktivitäten vorgenommen hat, bei denen er lange draußen sein wird, sollte das am besten auf den Sonntag verlegen. "Den Samstag sollte man besser drinnen verbringen", rät Janina Wendling vom Wetterdienst Wetterkontor. Denn der wird mit Regen und Windböen richtig ungemütlich. Ein Regenband nähert sich, dass den ganzen Samstag über der Region steht. Danach wird es über die Alpen ziehen, aber wann das sein wird, lässt sich nur schwer bestimmen. Wenn es nachts weiteren Niederschlag gibt, könnte auch wieder Schnee fallen - je südlicher, desto eher. Im Allgäu ist das deutlich wahrscheinlicher als in Nordschwaben. Tagsüber bleibt es aber fast überall bei Regen - die Schneefallgrenze wird etwa bei 1000 Metern liegen. Die Temperaturen werden um die 10 Grad pendeln - durch Regen und Wind kann es sich aber kälter anfühlen.

Minus sechs Grad in der Nacht zum Freitag

Richtig kalt war die Nacht auf Freitag. Temperaturen bis minus sechs Grad sollten auch für Autofahrer eine Warnung gewesen sein, denn das bedeutete Glättegefahr.

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Im Vergleich zu dieser winterlichen Nacht wird der Freitag angenehm mild: Temperaturen knapp über zehn Grad sind möglich, Regen ist nicht zu erwarten. Nach dem Drinnen-Bleib-Samstag wird es am Sonntag ebenfalls angenehmer: Temperaturen um die zehn Grad und weitgehend trocken. Das heißt, einzelne Schauer sind möglich, aber kein Dauerregen wie am Vortag. In den Nächten zwischen Freitag und Samstag sowie zwischen Samstag und Sonntag pendeln die Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Wie kann man Pflanzen vor der Kälte schützen?

Die kalten Nächte stellen einige Hobbygärtner vor Probleme. Denn sie wurden vom Kälteeinbruch überrascht und haben ihre Pflanzen möglicherweise schon in den Garten oder auf den Balkon gestellt. Gartenexpertin Marianne Scheu-Helgert von der Bayerischen Gartenakademie erklärt, was sie beachten sollten.

Kübelpflanzen: Topfpflanzen auf Balkon oder Terrasse sollte man in frostigen Nächten an die Hauswand stellen und abdecken. Gerade Südwände bieten Schutz, da sie tagsüber Sonnenwärme speichern, die sie nachts abgeben. Befindet sich der Balkon an einer windigen Westseite, bleiben die Pflanzen besser im Haus. Morgens sollten sie an die frische Luft gestellt werden, da es im Wohnzimmer oft zu warm ist.

Obstgehölze: Bei Frost sind Obstgehölze und -sträucher gefährdet. Erdbeerbeete sollten abgedeckt werden, auch Beerensträucher brauchen Schutz. Blüten von Johannisbeersträuchern verrieseln sonst, nur einzelne Beeren werden reif. Noch stärker gefährdet sind Steinobst wie Kirschen oder Zwetschgen – ob in voller Blüte oder Abblüte. Selbst einen Fruchtansatz kann Frost beschädigen. Bei minus ein Grad ist nur ein Teilschaden zu erwarten, bei minus drei Grad ist ohne Schutz kaum Ernte zu erwarten. Kleine Bäume sollten mit einem Gartenvlies oder Jutesack umgeben werden, große sind für Hobbygärtner allerdings kaum zu schützen.

Jungpflanzen: Pflanzen mit fest gewachsenem Wurzelwerk haben gegen Frost deutlich größere Chancen als Jungpflanzen mit frischen Trieben. Deswegen sollten gerade junge Kräuterpflanzen drinnen bleiben. In der Gärtnerei sind sie in Gewächshäusern bei 15 Grad vorgetrieben und kultiviert worden, deshalb halten sie selbst einen kleinen Kälteschock nicht besonders gut aus. Meist haben sie saftige weiche Blätter, die leicht kaputt gehen.

Sommerblumen: Die Pflanzen, die im Sommer Garten, Terrasse und Balkon zieren, sind jetzt noch nichts für draußen. Entweder verbringen sie die kommenden Nächte also im Haus oder komplett abgedeckt. Selbst wenn die Pflanze mit ein paar Blüten überlebt, wird sie enorm im Wachstumsprozess gebremst. Besser lässt man Geranien, Petunien oder Begonien bis zu den „Eisheiligen“ Mitte Mai im Inneren.

Beratung: Tipps von der Bayerischen Gartenakademie gibt es für Hobbygärtner telefonisch unter 0931/9801147 und online unter www.lwg.bayern.de jako mit zian

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