Samstag, 25. Oktober 2014

31. Januar 2013 12:00 Uhr

USA

Chinesische Militär-Hacker sollen "New York Times" ausspioniert haben

Die renommierte US-Zeitung "New York Times" ist nach eigenen Angaben von Hackern angegriffen worden, die möglicherweise in Verbindung mit dem chinesischen Militär stehen.

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Chinesische Militär-Hacker sollen "New York Times" ausspioniert haben: Entsprechende klare Hinweise Richtung Peking hätten mit der "Reinigung" des internen Datensystems beauftragte Netzwerkexperten entdeckt, erklärte die Zeitung.
Foto: dpa

Chinesische Militär-Hacker sollen "New York Times" ausspioniert haben: Entsprechende klare Hinweise Richtung Peking hätten mit der "Reinigung" des internen Datensystems beauftragte Netzwerkexperten entdeckt, erklärte die Zeitung. Die Hacker konzentrierten sich den Angaben zufolge auf den Shanghaier "NYT"-Bürochef David Barboza. Dieser hatte in der Zeitung im Oktober über den immensen Reichtum der Familie des chinesischen Regierungschef Wen Jiabao berichtet.

"Hacker sind in das Times-Netzwerk eingebrochen"

"Chinesische Hacker, die Methoden nutzten, die in der Vergangenheit mit dem chinesischen Militär in Verbindung gebracht wurden, sind in das Times-Netzwerk eingebrochen", erklärte die Zeitung am Mittwoch (Ortszeit). Nach Ansicht von IT-Experten seien die Angriffe von den selben Universitätscomputern ausgegangen, von dem aus chinesische Militärs in der Vergangenheit Rüstungsfirmen in den USA angegriffen hätten.

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Chinesische Militär-Hacker sollen "New York Times" ausspioniert haben

Die Hacker hätten in den vergangenen vier Monaten unter anderem Passwörter von Journalisten abgegriffen. Dabei hätten die Hacker offenbar nur nach Informationen im Zusammenhang mit dem Wen-Bericht gesucht. Die chinesische Regierung wies die Vorwürfe zurück. Die Anschuldigungen der "NYT" seien "haltlos", sagte Außenamtssprecher Hong Lei am Donnerstag in Peking.

"Ohne harte Beweise zu sagen, dass China an derartigen Hackerangriffen teilnimmt, ist völlig verantwortungslos." Ähnlich äußerte sich das Verteidigungsministerium, das unterstrich: "Das Militär hat niemals irgendwelche Hackerangriffe unterstützt." Die "NYT" hatte Ende Oktober berichtet, die Familie von Wen habe während seiner Amtszeit riesige Vermögen angehäuft.

Die "NYT" und China im Clinch

Dem Bericht zufolge besitzt die Familie Beteiligungen in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) an Firmen im Banken-, Tourismus- und Telekommunikationssektor. Die Zeitung berief sich auf eine Auswertung von Unternehmens- und Börsenmitteilungen zwischen 1992 und 2012. Dem Bericht zufolge verfügt Wen selbst über keine Beteiligungen, genannt wurden aber unter anderem seine Mutter, seine Frau, sein Sohn und seine Tochter. (afp, AZ)

 

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Schlagworte

USA | Wen Jiabao | Peking | China