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Kriminalität: Operation Facebook: Anonymous will Netzwerk zerstören

Kriminalität

Operation Facebook: Anonymous will Netzwerk zerstören

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    Anonymous kündigt einen Angriff auf Facebook an. Am 5. November soll Schluss sein mit dem größten sozialen Netzwerk der Welt.
    Anonymous kündigt einen Angriff auf Facebook an. Am 5. November soll Schluss sein mit dem größten sozialen Netzwerk der Welt. Foto: dpa

    Der gut drei Minuten lange Videoclip verbreitet sich seit Dienstag rasend schnell im Internet. In dem Streifen kündigt Anonymous an, am 5. November Facebook zerstören zu wollen. Facebook gebe die Daten seiner Nutzer an Dritte weiter, sagt eine computeranimierte Stimme in dem Clip. Facebook verfüge über alle Daten, Fotos und Einträge seiner Nutzer sogar dann noch, wenn diese ihr Profil gelöscht hätten. Durch die Zerstörung des sozialen Netzwerks - "Operation Facebook betitelt - stelle man die Privatsphäre wieder her, die Facebook nicht biete.

    Anonymous ist ein loses Netzwerk von Internetaktivisten, die sich vor allem über Diskussionsforen organisieren. Wie bei den Aktivisten üblich, gingen die Meinungen auch über die "Operation Facebook"  Vorhaben weit auseinander. So hieß es am Dienstag in einem der gängigen Twitter-Profile der Gruppe, dass die "Operation Facebook" zwar von einigen "Anons" organisiert werde. "Das heißt aber nicht zwingend, dass damit alle bei Anonymous einverstanden sind." Wie erst die Drohung genommen werden muss, ist daher noch unklar.

    Schon der Großangriff auf den Unterhaltungskonzern Sony hatte bei Anonymous zu internem Streit geführt. Die Attacke auf die Rechner des "Play Satation Network" hatte im Frühjahr eine Splittergruppe von Anonymous namens LuzSec ausgeführt. Eher konservative Aktivisten von Anonymous hatten sich von LuzSec distanziert, weil Daten aus dem Hack von Sony samt persönlichen Informationen veröffentlicht wurden. Die internen Kritiker von LuzSec befürworteten zwar Angriffe, aber keine Veröffentlichungen von sensiblen Daten wie Passwörtern oder Kreditkartenangaben.

    Anonymous griff vor Facebook schon Sony und MasterCard an

    Anonymous hatte bereits Finanzinstitute wie MasterCard und Visa und den Ebay-Bezahldienst PayPal zeitweise lahmgelegt. Alle drei hatten zuvor begonnen, den Fluss von Spenden an die Enthüllungsplattform WikiLeaks trockenzulegen. Anonymous sympathisiert mit WikiLeaks, weil beide Organisationen vor allem anderen gegen Zensur engagieren. Anonymous kämpft zudem für ein selbstbestimmtes Leben. Der Ursprung der Bewegung geht auf den Widerstand gegen Scientology zurück.

    Facebook-Alternative "Anonplus" im Aufbau

    Mitte Juli war bekanntgeworden, dass Anonymous ein eigenes soziales Netzwerk aufbaut. Auf anonplus.com werde ein Ort "ohne Angst vor Zensur, Blackout und Zurückhaltung" entstehen. Vor allem sollte es möglich sein, anonyme Profile anzulegen. Die etablierten Plattformen wie Facebook oder Google+verlangen stets Klarnamen. Die Seite "Anonplus" werde zudem "ein Projekt für alle Menschen, nicht nur für Anonymous" sein.

    Facebook selbst äußerte sich bisher nicht zu den Drohungen. dapd/AZ

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