Donnerstag, 18. Januar 2018

26. November 2016 00:04 Uhr

Sport-Reportage

Kapellenbergler auf dem Catwalk

Der SV Aislingen macht in Mode und hat sogar eine eigene grün-weiße Ausstattungslinie Von Günter Stauch

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Alles im grünen Bereich – die Marken-Macher: Förderchef Max Schuster (rechts) mit Stellvertreter und Manager Markus Süß sowie der SVA-Vorsitzenden Andrea Sailer, die sich auch schon mal als „Model“ vor die Kamera stellt.
Foto: Günter Stauch

Der Libero, einst als „Ausputzer“ und Mann für alle Fälle gestartet, ist längst in die Vierer-Abwehrkette integriert und damit Kicker-Geschichte. Franz Beckenbauer besetzte diese Spielposition ebenso wie Leo Schrell, der inzwischen längst auf die Position des Dillinger Landrats gewechselt ist. Auch Max Schuster, 54, vom SV Aislingen war einst Libero. Wenn der an seine aktive Fußballerzeit zurückdenkt, die er im Alter von 25 Jahren wegen Verletzungen einstellen musste, dann blitzen die Augen des durchtrainiert wirkenden „Freien Mannes“. Abseits vom Spielfeld leistet der Ex-Libero immer noch wertvolle Dienste für seinen Verein und nimmt die kreative Stellung ein.

Der erfahrene Finanzberater – heute mal in Freiburg im Schwarzwald unterwegs, morgen in Potsdam – sprüht geradezu vor Ideen, die nichts kosten, aber viel bewirken. Denn seit dem Ende seiner sportlichen Karriere stürmt der Gebietsdirektor der Deutschen Bank als Idealist mit Visionen durch die Welt. Als ehemaliger Teamspieler macht er das natürlich nicht alleine, sondern schart ein oft junges, ungeheuer dynamisches Team um sich, das nur ein Ziel zu kennen scheint: Dem SV Aislingen mit seinen 500 Mitgliedern für immer auf die Beine zu helfen und ihn dort zu halten.

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Diese Aufgabe war einer heute 150 Männer und Frauen zählenden Gruppe von sehr unterschiedlichen Menschen so wichtig, dass sie dafür vor acht Jahren gleich eine eigene Förderorganisation gründete. Verein neben Verein – kann das gut gehen? „Es kann“, antwortet Förder-Vorsitzender Max Schuster wie aus der Pistole geschossen. „Der Hauptverein kümmert sich ums operative Fußballspielen und den Sport, wir schaffen die Rahmenbedingungen mit Sponsoren, Events und dergleichen.“ Dazu gehöre auch, dass man zwar in der Kreisklasse spiele, aber „über das Organisationsniveau eines Landesligisten verfügt“, wie Schuster nicht ohne Stolz anmerkt.

Im Gespräch mit dem sympathischen Banker ist immer spürbar, wie sehr ihm am Wohlergehen seines Heimatklubs mit dem Gründungsjahr 1949 gelegen ist, bei dem er auch schon als Spielführer und Trainer mitmischte. Dabei liegt ihm vor allem die Jugendarbeit am Herzen: „Wir haben damit großen Erfolg, ist schließlich auch Zukunftsarbeit für die ganze Gesellschaft.“ Jüngster Coup der Kapellenbergler ist eine eigene Kleidungslinie, wie sie sonst nur bei Profi-Vereinen zu finden ist.

Die grün-weiße Ausstattungslinie – noch so eine pfiffige Idee der quirligen Unterstützungs-Mannschaft um die beiden Teamleader Max Schuster und Zweiten Vorsitzenden Markus Süß. In dieser illustren Vorstandsrunde „sprudeln die Einfälle für neue Initiativen nur so“, wie Süß, ein 39 Jahre alter Entwicklungstechniker, schwärmt.

Kein Wunder, dass auch die jungen Gesichter auf den in deutlichem Vereins-Grün gehaltenen Kollektions-Prospekten dominieren. Auf Bildern des großformatigen Flyers setzen sich schick gekleidete Aislinger Sportler in Pose, dribbeln, stretchen, kicken und albern, was das Zeug hält. Geschickt geben sich da junge wie schon erfahrenere Akteure als Werbebotschafter für die Trainingshose, das Sweatshirt, fürs Ziptop wie die praktische Allwetterjacke. Sogar SVA-Vorsitzende Andrea Sailer und Schatzmeisterin Heidi Tausend warfen sich für das Projekt, das seit 2009 nun schon zum dritten Mal aufgelegt wurde, ganz charmant in die Modeszene.

Kooperationspartner sind dabei der Sportbekleidungshersteller Jako sowie – was den Vertrieb angeht – Intersport Seeßle in Gundelfingen, dessen Inhaber Wolfgang Seeßle der Förderchef aus Schulzeiten her kennt.

Das hübsche Outfit der kleinen Stars hat aber auch einen ganz ernsthaften Hintergrund: „Die einheitliche Kleidung soll nicht nur das Gemeinschaftsgefühl stärken, sondern auch die Identifikation mit einer Organisation fördern.“ Was irgendwie nach „Corporate Identity“ bei der Wirtschaft klingt, ist laut Max Schuster, der sich auch mit britischer Schulkleidung anfreunden kann, bewusst gewollt: „So etwas ist vor allem bei den jungen Leuten wichtig.“ Wenn das in Form eines bunten Modekollektivs geschehen kann, das auf dieser sportlichen Ebene deutschlandweit einmalig daherkommt, umso besser. Versteht sich von selbst, dass auch die Idee von einem Fußballsticker-Sammelalbum mit tauschbaren Bildern von Nachwuchs-Fußballern (DZ berichtete) mit einem renommierten Preis ausgezeichnet wurde. Auch dieser Einfall stammt aus der ruhelosen Denkwerkstatt der Grün-Weißen.

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