Donnerstag, 25. August 2016

14. September 2015 13:19 Uhr

Mering

Polizei rät nach Vergewaltigung Eltern zu Vorsicht

Auch das Asylbewerberheim in Mering wird unter die Lupe genommen. Die Polizei warnt vor Panikmache und Generalverdächtigung von Asylbewerbern, rät aber Eltern zu Vorsicht.

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In einem Gebüsch am Meringer Park-and-ride-Platz St. Afra wurde am Samstagabend eine Frau vergewaltigt. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem dunkelhäutigen Täter.
Foto: Anton Schlickenrieder

Nach der Vergewaltigung einer Frau am Meringer Park-and-ride-Platz St. Afra fahndet die Polizei mit Hochdruck nach dem Täter. Auch ein Asylbewerberheim im Ort wurde unter die Lupe genommen. „Wir ermitteln in alle Richtungen, haben jedoch keinen konkreten Verdacht, dass es sich bei dem Täter um einen Asylbewerber handelt“, betont Siegfried Hartmann, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord.

Unklar ist, ob das Opfer selbst oder Helfer danach die Polizei verständigten. Um die Frau, der derzeit medizinisch betreut wird, zu schützen, macht die Polizei keine näheren Angaben: Sie soll nicht identifiziert werden können.

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Polizei: Asylbewerber in der Region nicht unter Generalverdacht stellen

Der Verdächtige wird als etwa 1,70 Meter groß, schlank und mit „dunklem Hautyp“ beschrieben. Er habe einen grau-weißen Strickpullover mit drei blauen und einem roten Streifen im Brustbereich getragen und gebrochen Deutsch gesprochen. „Wir sind uns sehr wohl bewusst, was diese Täterbeschreibung auslösen kann“, sagt Hartmann. Gerade jetzt, da täglich Flüchtlingszüge nach Bayern rollen, könnte ein solcher Vorfall Wasser auf die Mühlen derer sein, die Vorbehalte gegen Asylbewerber hegen. „Doch bei einem Kapitalverbrechen geht es nun vor allem darum, den Täter zu fassen“, sagt Hartmann. Und in diesem Fall könnten zumindest andere Männertypen ausgeschlossen werden. Das bedeute aber keineswegs, dass alle Flüchtlinge in der Region „unter Generalverdacht“ gestellt würden. „Wir sehen das völlig losgelöst von dieser Problematik“, so Hartmann weiter. „Es handelt sich lediglich um besondere Merkmale, ähnlich wie wir sie auch berichten würden, hätte der Täter ein auffälliges Tattoo.“

Polizei ist optimistisch, den Vergewaltiger von Mering zu fassen

Da in der 14000 Einwohner großen Marktgemeinde das Flüchtlingsheim nicht weit entfernt vom Tatort liegt, habe man auf der Suche nach dem Täter auch diese Örtlichkeit in die Fahndung einbezogen. „Doch wie gesagt haben wir noch keine heiße Spur“, so der Polizeisprecher. Derzeit werden DNA-Proben ausgewertet. Hartmann ist dennoch vorsichtig optimistisch, dass seine Kollegen den Täter fassen: „Wir haben eine detaillierte Täterbeschreibung und setzen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.“

In Mering und den umliegenden Ortschaften herrscht Angst vor weiteren Übergriffen, solange der Unbekannte auf freiem Fuß ist. Besorgte Eltern warnen in sozialen Netzwerken, gründen Fahrgemeinschaften für ihre Kinder oder wenden sich an die Polizei und fragen nach, wie sie sich und ihre Kinder schützen können. Der Polizeisprecher nimmt die Sorgen ernst, warnt aber vor Panikmache. „Es handelt sich meist um Einzelfälle“, sagt Hartmann. Er rät Eltern, Kinder nicht alleine nach Hause gehen zu lassen und dunkle Orte zu meiden. Frauen sollten nicht alleine vom Bahnhof nach Hause gehen. „Am besten ist es, wenn Eltern ihre Kinder, die spät nach Hause kommen, direkt vom Bahnhof abholen“, empfiehlt Hartmann. Zumindest jedoch sollten die Jugendlichen in Zweiergruppen unterwegs sein.

Hinweise an die Kripo Augsburg unter Telefon 0821/323-3810 oder jede andere Polizeidienststelle.

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Ein Artikel von
Eva Weizenegger

Friedberger Allgemeine
Ressort: Lokalnachrichten Friedberg


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