Freitag, 20. Oktober 2017

13. Mai 2016 00:40 Uhr

Kinderhilfswerk

Das bewegende Schicksal von Asisma und Samila

Wie der Günzburger Verein Ladakh-Hilfe Waisen in Nepal unterstützt

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Asisma und Samila haben ihre Eltern bei Erdbeben in Nepal verloren. Damit die beiden nicht in ein Waisenhaus müssen, nahm sich die Ex-Frau ihres Vaters der Kleinen an. Der Günzburger Verein Ladakh-Hilfe unterstützt die Familie.
Foto: Karola Wood

Die Leiterin des Günzburger Vereins und Kinderhilfswerks Ladakh-Hilfe reiste im April nach Nepal, um ihrem nepalesischen Mitarbeiter Sanze Lama bei der Versorgung der Erdbebenwaisen in entlegenen Dörfern des Rasuwa Gebietes zu helfen. Dort erlebte sie erschütternde Schicksale – aber auch ungewohnt engagierte Menschen, die den Kindern helfen.

Erstes Ziel des Teams war das Camp des Dorfes Neu-Sekuchet. Das eigentliche Dorf „Old-Sekuchet“ ist nur zu Fuß zu erreichen und liegt elf Stunden entfernt, völlig zerstört hoch oben in den Bergen an einem Hang. Auch die Felder sind durch Erdrutsche schwer beschädigt oder nicht mehr vorhanden, berichtet Karola Wood. Fast alle der 750 christlichen Einwohner haben Old-Sekuchet zwei Tage nach dem Erdbeben verlassen. Das gesamte, aus Christen bestehende Dorf, wohnt nun in einem Camp, das von „Samaritans Purse“ aus Wellblechhütten für die Geflüchteten aufgebaut worden war. Als die Günzburgerin dort eintraf, fand sie die Dorfbewohner in einem resignierten und gedrückten Zustand. Die nepalesische Regierung zögert mit der Auszahlung der bereitstehenden Gelder zum Wiederaufbau, Hoffnungslosigkeit war spürbar. Karola Wood und Sanze verteilten eine große Tasche voller Kinderschuhe und Kleidung aus Deutschland an die vielen Kinder. „Die Kleinen, die nichts abbekamen, weinten hinterher bitterlich, die Not ist groß“, so Wood. Besonders erschütterten sie die Schicksale von Kindern, die beide Eltern beim Erdbeben verloren hatten.

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Die Geschichten der Kinder sind erschütternd, vor allen Dingen die der beiden Mädchen, Asisma (zwei Jahre) und Samila (fünf Jahre). Samila spielte in der Küche, das Baby Asisma schlief in ihrem Babykorb im gleichen Raum. Die Erwachsenen waren im Dschungel, um dort Holz für das Kochfeuer zu sammeln. An diesem Vormittag kam es zum Erdbeben. Die Eltern wurden von fallenden Felsen erschlagen, das Haus der Familie total zerstört. Die Nachbarn suchten in den Trümmern nach den Kindern und fanden beide unversehrt. „Diese Mädchen haben keine Verwandten“, schildert Karola Wood. Die erste Frau des Vaters, die in einem anderen Dorf lebte, kam und kümmerte sich um die Mädchen. Die „Stiefmutter“, eine Christin, berichtet, dass sie kein Geld, kein Einkommen und keine Hoffnung hat. Zuerst war die Idee diesen Kindern einen Platz in einem Waisenhaus zu vermitteln und nach Paten zu suchen. Aber das Dorf entschloss sich zu einer anderen, für Nepal ungewöhnlichen Lösung: Sie wollen sich selbst um die Kinder kümmern. Die Stiefmutter möchte einen kleinen Lebensmittelladen aufmachen, mit dem sie das Dorf versorgt und somit auch für die Mädchen sorgen kann. Die Menschen baten nur um Hilfe bei der Ausstattung des Ladens und bei den Kosten für die Schule der Kinder.

Ältere Kinder hofften auf Unterstützung bei der Schulbildung. Die jährlichen Schulkosten betragen pro Kind 140 Euro, Kleidung und Unterbringung sind zusätzliche kleine Beträge. Wood und Sanze sicherten Hilfe zu. Der Günzburger Verein freut sich, dass für zwölf Waisen eine optimale und kostengünstige Versorgung gefunden wurde. Die Vereinsvorsitzende hofft, dass deutsche Spender bei der Finanzierung des Projektes mithelfen und den Kindern eine Chance geben. (zg)

Weitere Informationen und Bilder gibt es auf der Homepage von Ladakh-Hilfe

www.ladakh-hilfe.de/deutsch/nepal/

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Günzburg | Nepal | Deutschland

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