Samstag, 16. Dezember 2017

Landsberg

21. Mai 2015 00:36 Uhr

Kirche

Ein Hirte, der auszog, um zu helfen

Der frühere Thaininger Pfarrer Erich Maria Fink wirkt in Russland. Jetzt war er in seiner alten Heimat zu Besuch

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Der frühere Thaininger Pfarrer Erich Maria Fink wirkt heute in Russland.
Foto: klö

Pfarrer Erich Maria Fink, der seit 15 Jahren in Beresniki/Russland lebt und wirkt, besuchte seine ehemalige Pfarrei in Thaining. Nachdem er mit dem Gebetskreis, den er vor 20 Jahren im Ort gegründet hatte und der sich immer noch regelmäßig trifft, den Nachmittag verbracht hatte, zelebrierte er einen Gottesdienst in der Pfarrkirche. Zum anschließenden Bericht über seine Tätigkeit kamen zahlreiche Interessierte ins Gasthaus Stork.

In Wort und Bild berichtete Pfarrer Fink über zahlreiche Einzelschicksale und wunderbare Fügungen. Doch zuvor gab er seine Erfahrungen und Einschätzungen über die politische Lage Russlands preis. Die Menschen würden unter der Ukraine-Krise leiden. Flüchtlinge aus der Ukraine würden sogar bis zu ihm in den Ural fliehen. In der Zeit der Friedensabkommens-Verhandlungen wurde in Beresniki, in seiner Kirche „Königin des Friedens“, rund um die Uhr für den Frieden gebetet.

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Auch aus Deutschland kommen Menschen zu ihm und helfen eine Zeit lang mit. Ein Allgäuer sei gerade für zwei Jahre im Ural und zeige ehemaligen Alkoholikern, wie man die Landwirtschaft an der gekauften Datscha hochbringt. In Wohnungen leben Straßenkinder mit Betreuerinnen, er hilft Frauen, die abtreiben wollen, bietet Hilfe an, so entscheiden sich viele für das neue Leben. Seine Aufgaben sind so vielfältig wie das Leben selbst.

Finks Berichte sind durchzogen von starkem, vertrauenden Glauben. Die Pfarrei „Königin des Friedens“ mit angeschlossenem Pfarr- und Sozialzentrum hat enormen Zulauf. Im Gebäude treffen sich zum Kreis „Bündnis der Liebe“ Ehepaare zum Gespräch, und auch die anonymen Alkoholiker. In der Kirche ist zudem eine Armenküche, wo Hungrige eine warme Mahlzeit bekommen und Unterkunft finden. Finks Helfer sind Menschen, denen er früher selbst geholfen hat. Armenier und andere Minderheiten bitten ihn, auf dem Gelände der Kirche Gedenkplätze einzurichten. In den 15 Jahren seines Wirkens hat Pfarrer Fink Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen, Kraft und Mut zum Neuanfang gegeben. „Je mehr wir helfen, desto mehr bekommen wir. Wir haben keine Sicherheit, keine Reserve auf dem Konto. Alles entwickelt sich von selber, Gott hat seinen Plan, er fügt alles zusammen“, meinte Fink, der in Russland absolut glücklich sei.

In Rebinina im Ural entsteht eine weitere Kirche. Zu der Einweihung im August werden auch Gläubige vom Lechrain mit Pfarrer Fink die „Fatima-Kirche“ bei einer Reise besuchen und sich selbst ein Bild dessen machen, wovon der Geistliche berichtete. (klö)

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