Montag, 20. November 2017

Landsberg

28. August 2017 00:33 Uhr

Ammerseerenade I

Gesang und Musik auf kleinem Raum

Der Kapellentag rund um den Ammersee begeisterte am Sonntag viele Musikfans Von Maren Martell

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Die Popmusikerin Suzan Baker begeisterte zusammen mit Denis Lüdicke an der Gitarre in der Kapelle Maria Hilf in Riederau.
Foto: Maren Martell

Traditionelle Blas- und Stubenmusik, A-cappella-Gesang, Klassik auf höchstem Niveau, Vorträge und Andachten standen auch in diesem Jahr wieder auf dem Programm des Tags der offenen Haus- und Hofkapellen, die am Sonntag bei den Ammerseerenaden im Mittelpunkt standen.

In der Kapelle Maria Einsiedel in Dettenschwang verzauberten die Mitglieder des Echo-Männerchor-Ensembles aus Dresden ihre Zuhörer. In Bierdorf lud an der Kapelle „Unsere liebe Frau“ der dortige Förderverein unter Leitung von Josef Vetterl die Gäste bereits am frühen Morgen zum schon traditionellen Frühschoppen ein. Danach spielte das Gitarrenduo Estillo – Uwe Buchczyk und Tim von der Heyde – in dem 1607 erbauten Kirchlein arabische, südamerikanische und spanische Lieder. In der Schondorfer Jakobskirche brachte der Leiter des Kapellentages, Rudolf Wastl-Mayrhofer, „Sehnsuchtsvolle Ferne – vertraute Nähe“ zusammen mit seiner Frau Irmgard zu Gehör. Insgesamt 23 teils jahrhundertealte Kleinode in evangelischer, katholischer oder privater Trägerschaft öffneten unter dem Motto „Zwischen Himmel und See“ ihre Türen für die Musik. Das jüngste Kirchlein ist gerade einmal fünf Jahre alt, das älteste Gotteshaus zählt mehr als 850 Jahre. Überall drängten sich bei der Veranstaltung des Klassikfestivals Ammerseerenade die Musikfans. Viele waren mit dem Fahrrad gekommen und unternahmen ein regelrechtes „Kapellen-hopping“. Dazu aufgerufen hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Landsberg. Einige Landwirte empfingen die Musikfans mit bayerischen Schmankerln, so in Bierdorf mit Weißwürsten oder in Rieden mit Kaffee und selbst gebackenem Kuchen. Und auch der Wettergott zeigte sich wie schon in den Vorjahren gnädig. Nach frühmorgendlichen leichten Regenschauern blieb es den ganzen Tag trocken und hochsommerlich warm. In der Schondorfer Jakobskirche erläuterte Kirchenpfleger Marius Langer die Geschichte des wohl ältesten romanischen Sakralbaus in der Region.

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Kapellentag-Leiter Wastl-Mayrhofer freute sich über den großen Andrang in allen Gotteshäusern: „Das ist wieder ein voller Erfolg. Die Menschen sind begeistert.“ Auf der Nordroute war in der kleinen, noch recht jungen Kapelle Patrona Bavariae der Familie Schamberger in Eching der Christian Dreigesang zu hören. Die Zwiderwurzn aus Wörthsee präsentierten in der Kapelle beim Wangerbaur in Painhofen altbayerische Volks- und Tanzmusi. Hier saß das Publikum vor dem kleinen Gotteshaus unter einem schattigen alten Walnussbaum. In der Kapelle Maria und Elisabeth in Greifenberg brachten Francesca Rappay und Franz Hämmerle Barockes zu Gehör. Dazu eingeladen hatte die Familie Sunder-Plassmann. In der Schlosskapelle der Familie Perfall trat das Duo Fantasia mit Utum Yang (Flöte) und Julia Ito (Klavier) auf. In der Kapelle Maria Hilf in Riederau begeisterte die Pop- und Rocksängerin Suzan Baker die Zuhörer. Sie präsentierte unplugged, begleitet von Denis Lüdicke an der Gitarre Songs in deutscher und spanischer Sprache. In der Kapelle St. Georg in Rieden las die österreichische Autorin Andrea Riemer nachdenkliche Texte zum Sommer. Das Duo Fantasia begleitete die Lesung musikalisch.

In der Christuskirche in Utting war der Tenor Angelo Pollak zu hören. In der Kapelle St. Sebastian in Oberfinning traten Kathrin Fischbach und das Echo-Männerensemble aus Dresden auf. In der Dießener Friedenskirche waren die Preisträger der Music Olympus Foundation St. Petersburg zu erleben. Der zwölfjährige Sergej Davidchenko (Piano) und die 15 Jahre alte Sofia Matvienko (Flöte) waren dafür extra aus Russland und der Ukraine eingeflogen. Sie brachten Stücke von Bach und Telemann zu Gehör. In der Wallfahrtskirche St. Johann im Felde in Raisting war der Kammerchor Camerata Ignatiana zu hören und in St. Anna in Romenthal die Preisträger des Bayerischen Kunstförderpreises von 2014, Iris Lichtinger, Maria Wegner, Stefanie Pritzlaff und Sophia Rieth.

In der Dorfkirche St. Johannes Baptist in Breitbrunn – erbaut 1266 – und in der Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Inning spielte der frühere Andechser Kirchenmusiker Anton Ludwig Pfell auf. In der Kirche St. Martin in Herrsching war das Mainz-Wiesbadener Bläser-Ensemble zu hören und in der Hofkapelle Maria Schnee in Aidenried begeisterte Cedric Arnold am Klavier.

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