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Kommentar
10.10.2013

Der Bischof ist unglaubwürdig

Der Limburger Bischof ist nun endgültig zu einer Belastung für die katholische Kirche geworden, und zwar nicht nur für die deutsche.

Der gegen ihn beantragte Strafbefehl ist da nur der sprichwörtliche Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen könnte.

Längst hat Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Glaubwürdigkeit verspielt. Er hat sich in Halbwahrheiten, möglicherweise gar in Lügen verloren. Und das ist der eigentliche Skandal bei all dem anderen Skandalösen, das ihm Geistliche wie Gläubige vorwerfen. Ein Bischof, der lügt, ist das Gegenteil dessen, wofür die Kirche als moralische Institution steht. Beim früheren Augsburger Bischof Walter Mixa war es ähnlich: Er musste letztlich zurücktreten, weil er gelogen hatte, als man ihn fragte, ob er Kinder geohrfeigt habe. Wenn Tebartz-van Elst stürzen sollte, dann stürzt er über eigene Fehler und seinen Umgang mit berechtigter Kritik. Es gibt weder eine Kampagne der Medien noch eine seiner „Gegner“.

Papst Franziskus hat oft betont, wie er sich einen Bischof vorstellt: als Hirte, als Vorbild und nahe bei den Menschen. Das ist Tebartz-van Elst nicht. Nicht mehr.

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