Montag, 24. November 2014

19. September 2009 06:01 Uhr

Ab neun Prozent in Bayern wird's spannend

Ingolstadt Der Ingolstädter Kabarettist Günter Grünwald ist einer von vielen Prominenten aus der Kultur- und Musikszene, die für Agnes Krumwiede seit Wochen die Werbetrommel rühren. Die Direktkandidatin der Grünen hat auch durchaus Chancen.

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Denn wenn Bayerns Grüne am Wahlsonntag über die neun Prozent kommen und ihre Partei bundesweit über die Marke von zehn springt, dann hat die Konzertpianistin und Betreiberin einer Klavierschule dank Platz neun auf der Landesliste ein Bein in Berlin.

Dort würde sie dann versuchen, "mit Fantasie und Kreativität" viele Problemfelder ganz neu und von ganz anderen Seiten anzupacken. Schon während der eigenen Schulzeit und noch mehr bei ihrer Wahlkampftour in den vergangenen Wochen hat sie vor allem ein gewaltiges Defizit im Bildungsbereich ausgemacht. Das G 8 frustriere die Gymnasiasten, die Ganztagsschule müsse noch stärker gefördert werden, weil sie die Chancengleichheit hebe. "Wir brauchen kein exklusives, sondern ein inklusives Schulsystem", sagt die junge Frau, die in Neuburg geboren wurde und die ersten drei Lebensjahre dort verbrachte. "Weg von der Auslese", knüpft sie beim Bildungsthema noch eine weitere Forderung an und bricht eine Lanze für die jungen Menschen. "Unsere Jugend säuft sich nicht nur ins Koma!", habe sie bei ihren zahlreichen Wahlkampfauftritten festgestellt, an denen sich auch junge Menschen mit ihren Gedanken und ihrer eigenen Musik beteiligten.

Bei vielen dieser Abende setzt sich Krumwiede selbst ans Klavier. Während sie spielt, lesen befreundete Künstlerinnen ebenso kritische wie bekannte Texte über Frauenschicksale aus vielen Jahrzehnten vor. Kultur und Wahlkampf passen zusammen - das hat Krumwiede bei ihren Auftritten im ganzen Land an der Reaktion der Menschen gemerkt. In Mindelheim, Landshut, Hof, Fürstenfeldbruck und vielen anderen Städten sammelte sie in den vergangenen Wochen Sympathien. Ob sich das auch in vielen Wählerkreuzen auf der Landesliste niederschlägt, wird sich morgen in einer Woche zeigen. Bei einem ist sich die grüne Bewerberin jetzt schon sicher: "Ich habe so viele Künstler in ganz Bayern für Politik interessiert. Normalerweise ist das gerade für Musiker Null Thema."

Sehr energisch wird sie, wenn es um die Gentechnik geht. Viele Menschen würden nicht begreifen oder auch nicht begreifen wollen, dass "das eine gemeine Sache ist". Und manche Mitbewerber von den etablierten Parteien hätten bei den diversen Podiumsdiskussionen dieses explosive Thema elegant umschifft, um keine klare Position beziehen zu müssen. Damit verurteilt sie Lobbypolitik. Sie verspricht, mit "Power und Fantasie" zu versuchen, "viele Blockaden in unserer Gesellschaft zu lösen". Dabei werde stets ein Grundsatz gelten: "Ich werde mich nie verbiegen lassen!"

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