Samstag, 24. Juni 2017

16. Mai 2017 11:28 Uhr

Wassertrüdingen: Spatenstich mit Bagger

Landesgartenschau Die Veranstaltung „Natur in Wassertrüdingen“ findet zwar erst 2019 statt. Gebaut wird dafür aber bereits jetzt – für mehrere Millionen Euro Von Peter Tippl

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Mit einer vollen Baggerschaufel wurde der Spatenstich für die Landesgartenschau 2019 in Wassertrüdingen vollzogen. Unser Bild zeigt von links: die amtierende Bürgermeisterin Monika Breit, Thomas Keller, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach, Staatsministerin Ulrike Scharf, Bürgermeister Thorsten Englert von der Remstal-Landesgartenschau und Roland Albert (von links) von der Bayerischen Landesgartenschau-Gesellschaft.
Foto: Tippl

Wassertrüdingen Das Großprojekt „Kleine Bayerische Landesgartenschau“ für die 6000 Einwohner zählende Stadt Wassertrüdingen erforderte auch beim Spatenstich größere Dimensionen. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf vollzog am Montagnachmittag den „Spatenstich“ für den Hochwasserschutz und die „Natur in Wassertrüdingen 2019“ auf eigenem Wunsch mit einem Bagger in den Wörnitzwiesen.

Mit „Wohlauf die Luft geht frisch und rein“ hatten die „Wörnitzrussen“ auf den Festakt eingestimmt. Den eröffneten die amtierende Bürgermeisterin Monika Breit mit Grüßen des erkrankten Stadtoberhaupts Günther Babel und Leitendem Baudirektor Thomas Keller vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach. Er ging auf die Fertigstellung des ersten Deichabschnitts vor knapp zwei Jahren ein. In der Folge werde die Deichlinie in Kooperation mit den Baumaßnahmen der Landesgartenschau nun fortgesetzt und voraussichtlich in einem Jahr abgeschlossen. Die Gesamtkosten von 8,3 Millionen Euro für zwei Kilometer Deichlänge werden vom Freistaat, der Europäischen Union und der Stadt Wassertrüdingen getragen.

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Ein bedeutsamer Zukunftsschritt für Wassertrüdingen seien laut Bürgermeisterin Breit der Hochwasserschutz und die Landesgartenschau, für die auf einer Gesamtfläche von 13 Hektar zwei Landschaftsparks realisiert, eine Altstadt als belebende Klammerfunktion eingeflochten und damit ein attraktives Erholungsziel für Stadt und Region geschaffen werden. Die Baukosten belaufen sich auf 7,5 Millionen Euro, gefördert mit rund 50 Prozent. Mit Fingerspitzengefühl und kreativen Ideen habe das Berliner Büro „Planorama“ von Maik Böhmer ein schlüssiges Gesamtkonzept entworfen, das für Wassertrüdingen eine anspruchsvolle Aufgabe und zugleich immense Aufwertung bedeute.

Zu dieser Zukunftsorientierung Wassertrüdingens gratulierte die Ministerin, denn mit dem Hochwasserschutz werde Sicherheit geschaffen und mit der Landesgartenschau eine nachhaltige städtebauliche und ökologische Entwicklung gestartet. Die Wohn- und Lebensqualität werde verbessert, die regionale Identität gestärkt und touristische Attraktivität gesteigert, war die Ministerin Scharf überzeugt. Durch Wörnitz- und Klingenweiherpark werden Zugänge zur Natur verbessert und mit dem „Gelenk-Gebäude“ zeige Wassertrüdingen Mut zu moderner Architektur. Gefördert werden die Grün- und Erholungsanlagen vom Freistaat mit 1,28 Millionen Euro. Den Zuwendungsbescheid überreichte Erich Häußer von der Regierung von Mittelfranken. Die Staatsministerin lobte abschließend das Landratsamt Ansbach für die schnelle Bearbeitung des wasserrechtlichen Verfahrens in knapp einem Jahr.

Das Lob gab Landrat Dr. Jürgen Ludwig an die Staatsregierung zurück – für die Reduzierung des kommunalen Eigenanteils für den Hochwasserschutz von 50 Prozent auf 35 Prozent. Mit der Schaffung der Landschaftsparks werde eine städtebauliche Aufwertung geschaffen und thematisch würden für die Landesgartenschau „Heimatschätze“ aus Wassertrüdingen und der Region herausgehoben. Der Schlosspark Dennenlohe oder das Limeseum seien Schätze, die Verknüpfung zum Remstal mit deren paralleler Gartenschau oder der gemeinsame Pavillon im architektonischen „Hingucker“, dem Gelenk-Gebäude, mit Präsentation der drei benachbarten Landkreise.

Natur in der Stadt ist für Roland Albert, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Bayerischen Landesgartenschauen und Präsident des Bayerischen Gärtnerei-Verbands, elementar wichtig für die Lebensqualität einer Stadt und ihrer Bewohner, und sein Augenmerk galt der Friedhofskultur, die ganz bewusst auf dem Weg zum Klingenweiherpark einbezogen werde. Natur und Stadt sollen zum Wohle der Menschen eine Einheit bilden, führten die beiden Geistlichen Dekan Hermann Rummel und Francesco Benini mit dem abschließenden Segen an und der katholische Pfarrer Benini bezog sich auf Papst Franziskus, der öffentliche Plätze als wichtige Begegnungsstätten für die Gemeinschaft wünsche.

Termin: Die Landesgartenschau „Natur in Wassertrüdingen“ findet vom 24. Mai bis 8. September 2019 statt.

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