Samstag, 23. August 2014

15. März 2012 12:39 Uhr

Lotto

Neuer Eurojackpot: Spieler können bis zu 90 Millionen Euro abräumen

Ab 23. März können Lottospieler auch den Eurojackpot knacken. Bei dem neuen Lotto machen sieben Länder mit. Angeblich sind die Gewinnchancen höher als beim normalen Lotto. Von Ariane Attrodt

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Bald heißt es nicht mehr nur "6 aus 49", sondern auch "5 aus 50": Das neue Lotto Eurojackpot startet am 23. März.
Foto: dpa

Bald heißt es nicht mehr nur "6 aus 49", sondern auch "5 aus 50": Das neue Lotto Eurojackpot startet am Freitag, 23. März. Doch nicht nur deutsche Lottospieler dürfen sich freuen, auch die Länder Dänemark, Finnland, Estland, Italien, Slowenien und die Niederlande sind an dem neuen Lottospiel beteiligt, wie Pressesprecher Bernhard Brunner von Lotto Bayern gegenüber AZ-Online mitteilt. Anfragen von anderen Ländern, die auch mitmachen wollen, seien aber schon da.

Statt "6 aus 49" heißt es beim Eurojackpot "5 aus 50"

"Schon ab diesem Samstag kann man bei allen Lotto-Annahmestellen einen Tippschein ausfüllen", so Brunner. Das Tippen übers Internet ist bisher noch nicht möglich, wenn aber der sogenannte Glückspielsänderungs-Staatsvertrag komme, würde sich das ändern. Ein Tipp kostet zwei Euro plus 25 Cent Bearbeitungsgebühr. Natürlich sei wie beim Lotto "6 aus 49" auch beim Eurojackpot ein Mehrwochenspiel oder ein Abo möglich.

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Statt "6 aus 49" heißt es beim neuen Eurojackpot "5 aus 50". Aus 50 Zahlen wählt der Spieler fünf Zahlen aus, die ihm einen Gewinn bescheren sollen. Zudem kreuzt er zwei von acht sogenannten Eurozahlen an. "Das ist der Unterschied zum Lotto "6 aus 49": Die Eurozahlen sind ähnlich wie die Super- und Zusatzzahlen, nur kann der Spieler sie selbst ankreuzen", erklärt Brunner. Er betont außerdem: "Das bisherige Lotto läuft ganz normal mittwochs und samstags weiter."

Der Jackpot kann bis auf 90 Millionen Euro anwachsen

Beim Eurojackpot gibt es zwölf Gewinnklassen. Die höchste, mit der der Spieler den Jackpot abräumt, sind fünf Richtige plus die zwei richtigen Eurozahlen. In der niedrigsten Gewinnklasse landet ein Spieler, wenn er zwei der fünf richtigen Zahlen und eine richtige Eurozahl getippt hat.

Aber was kann der Spieler denn eigentlich gewinnen? Laut Brunner gewinnt die höchste Gewinnklasse, also fünf Richtige plus zwei richtige Eurozahlen, immer mindestens zehn Millionen Euro. Wenn den Höchstgewinn niemand abräumt, steigt er von Woche zu Woche an. Bei 90 Millionen Euro sei aber Schluss: "Wenn bei diesem Betrag niemand in der höchsten Gewinnklasse ist, wird das Geld zwangsausgeschüttet", erklärt Brunner. Das passiere übrigens auch, wenn der Jackpot nach 13 Wochen noch nicht abgeräumt wurde.

Brunner: "Freitag ist Eurojackpot-Tag"

Gezogen werden die Gewinnzahlen für den Eurojackpot dann immer am Freitagabend. "Wir sagen immer: Freitag ist Eurojackpot-Tag", sagt Brunner. Die Ziehung findet um 21 Uhr in Helsinki statt. Bis 19 Uhr können Spieler ihren Tipp noch abgeben. Eine Live-Übertragung der Ziehung übers Internet gibt es derzeit noch nicht. Die Sendung in Helsinki werde aber aufgezeichnet. Später könne man sie sich dann im Internet ansehen. Ab 23.15 Uhr werden die Gewinnzahlen in Deutschland bekannt gegeben. Auf den jeweiligen Homepages der Lottogesellschaften kann man neben den Glückzahlen dann auch nachlesen, ob der Jackpot geknackt wurde.

Gewinnchancen liegen beim Eurojackpot höher als beim Lotto "6 aus 49"

Den Gewinn kann man sich dann ab Samstag um neun Uhr abholen. Bei einem Betrag bis zu von 2.500 Euro bekommt man das Geld auch direkt ausgezahlt. Beim neuen Eurojackpot hat man übrigens höhere Chancen, einen Gewinn einzuheimsen, als beim bisherigen Lotto. "Beim "6 aus 49" liegt die Chance auf den Jackpot bei 1:140 Millionen, beim Eurojackpot dagegen bei 1:59 Millionen", teilt Brunner mit.

Aber weshalb wurde der Eurojackpot eigentlich eingeführt, wir haben doch schon das "6 aus 49"? Brunner erklärt: Wir haben den Auftrag, der Spielleidenschaft unserer Kunden ein Produkt zu bieten, das transparent und legal ist und nicht zur Spielsucht führt." Durch das neue Tippspiel in einem "europäisch koordinierten Verbund" soll auch verhindert werden, dass Spieler ins illegale Geschäfte abwandern, weil ihnen dort wie zum Beispiel beim italienischen Superenalotto nicht selten Gewinne von über 100 Millionen Euro winken.

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