Freitag, 24. Mai 2013

24. Februar 2012 12:40 Uhr

Nach Lawinenunglück

Prinz Friso wacht möglicherweise nie mehr auf

Prinz Friso ringt nach dem Lawinen-Drama in Österreich weiter mit dem Tod. Möglicherweise wird der niederländische Prinz nie mehr aufwachen.

Prinz Friso ringt weiter mit dem Tod. Nach dem Lawinen-Drama in den österreichischen Alpen am vergangenen Freitag kämpft der niederländische Prinz in einem Innsbrucker Krankenhaus weiter ums Überleben.

Prinz Friso: 50 Minuten andauernder Herzstillstand

Am Freitag haben nun die Ärzte am Innsbrucker Klinikum über Prinz Frisos Zustand gesprochen. Sie äußerten in einer Pressekonferenz Zweifel, dass Friso jemals wieder aufwachen wird. In der Lawine erlitt Prinz Friso nach Angaben der Ärzte einen Herzstillstand, der rund 50 Minuten andauerte.

ANZEIGE

Johann Frisos Gehirn zu lange unterversorgt

Wie eine Magnetresonanztomographie am Donnerstag ergab, war Prinz Frisos Gehirn zu lange unterversorgt. Oberarzt Wolfgang Koller von der traumatologischen Intensivstation des Innsbrucker Krankenhauses berichtete in der Pressekonferenz von "massiven Schäden im Gehirn des Patienten", die durch den Mangel an Sauerstoff hervorgerufen wurden.

Prinz Johann Friso: Kaum Hoffnung

Koller weiter: "Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass er jemals wieder aufwacht." Zunächst hatten die behandelnden Ärzte gehofft, dass das Hirn durch die Unterkühlung weniger stark geschädigt wurde. Doch diese Hoffnung habe sich nicht erfüllt, so Koller.

"Prinz Friso eigenhändig ausgegraben", sagt Moosbrugger

Sein bester Freund Florian Moosbrugger hatte sich in der "Bild"-Zeitung geäußert. Er gab an, Friso eigenhändig aus den Schneemassen ausgegraben zu haben. Moosbrugger: "Ich habe sofort alles getan, um das Leben des Prinzen zu retten."

Moosbrugger selbst wurde durch einen Lawinen-Airbag gerettet. Zur "Bild" sagte er: "Die Staatsanwaltschaft hat mich gerade befragt. Es laufen Ermittlungen. Ich darf zum Unfallhergang jetzt nichts mehr sagen."

Moosbrugger: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Hotelier

Der 42 Jahre alte Hotelier fuhr mit dem Prinzen Ski, als sich eine Lawine löste und Friso unter sich begrub. Zu den Ergebnissen der Befragung von Moosbrugger wollte sich die zuständige Staatsanwaltschaft Feldkirch am Mittwoch aber nicht äußern. Das Königshaus teilte mit, die gesundheitliche Situation sei unverändert.

Lawinen-Drama um Prinz Friso: Sachverständigen hinzugezogen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit dem Unglück am Freitag gegen den Hotelbesitzer Moosbrugger wegen fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen. Dabei geht besonders um die Frage, welcher der beiden Skifahrer die Lawine auslöste. Zur Klärung des Ablaufs wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Zudem gibt es Zeugen des Unglücks wie einige Skilehrer, die in der Nähe waren. (dpa, AZ)

Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.

Artikel kommentieren

Die neuesten Kommentare



Neu in den Leserblogs