Dienstag, 12. Dezember 2017

20. September 2016 00:37 Uhr

Hospizarbeit

Das Flüstern der Ewigkeit

Mit einem Film gibt die Hospizgruppe in Bobingen den Gedanken zum Ende den Lebens ein Gesicht: Mr. May Von Ingeborg Anderson

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Einen besonderen Film zum Thema Sterben präsentierte Mirela Wollner, die Vorsitzende der Bobbinger Hospizgruppe, im Laurentiushaus.
Foto: Ingeborg Anderson

Was geschieht, wenn einsame Menschen sterben? Gibt es Menschen, die sich dann um eine würdevolle Bestattung kümmern? Eine mögliche Variante zeigte der Film „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“, mit dem die Hospizgruppe Bobingen das Programm zu ihrem 15-jährigen Bestehen nach der Sommerpause fortsetzte. Die Vorsitzende, Mirela Wollner, erklärte dazu: „Wir haben einen leisen, aber eindringlichen Film ausgesucht, der auf unsere Arbeit einstimmt.“ Etwa 50 Besucher waren dazu ins Laurentiushaus gekommen. „Das ist ein Thema, das in unserer heutigen Zeit immer mehr Gewicht bekommt“, begründete eine Zuschauerin ihr Interesse. Das Equipment, das die Vorführung erst ermöglichte, stellte der in Großaitingen lebende Regisseur Horst Seehuber zur Verfügung. Die Verbindung zwischen zur Hospizgruppe war zustande gekommen, nachdem der Filmemacher einen sehr persönlichen, berührenden Film über die Pflege und den Tod seiner Mutter gezeigt hatte.

Zur Handlung: Mr. May, selbst ein einsamer Mann, kümmert sich um die Bestattung einsam lebender Menschen. Mit viel Engagement versucht er, nicht nur Angehörige ausfindig zu machen, sondern gestaltet die Beerdigung mit passender Musik und einer persönlichen Leichenrede, indem er versucht, aus den Hinterlassenschaften etwas über die Person herauszufinden. Bis er selbst wegrationalisiert wird. Als letzter Erfolg gelingt ihm noch eine Familienzusammenführung am Grab. Während er selbst einem Unfall zum Opfer fällt. Zum poetischen Schlussbild finden sich alle, denen er eine würdige Bestattung ausrichtete, an seinem Grab ein.

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Wie Mirela Wollner im Gespräch bestätigte, gibt es seit dem 1. April 2007 einen gesetzlich verankerten Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung, dessen Kosten von den Krankenkassen getragen werden. Das Ziel ist, den Betroffenen zu ermöglichen, bis zum Tod in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, ihr Leben bis zuletzt möglichst lebenswert zu gestalten.

Wie berührt die Besucher von dem Film waren, zeigte sich darin, dass es im Saal noch lange nach dem Ende still war.

im Jubiläumsjahr der Hospizgruppe:

l Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr in der Singoldhalle: Vortrag RA Wolfgang Putz zum Thema Das Recht am Lebensende.

l Freitag, 18. November, 15 Uhr auf dem Friedhof: Zuruhebettung der Schmetterlingskinder.

l Freitag, 25. November, 16 Uhr in der Kapelle der Wertachklinik: Gedenkfeier für verstorbene Patienten.

l Sonntag, 11. Dezember, 17 Uhr im Unteren Schlösschen: „World-Wide-Candle-Lightning“ und Konzert mit Sopranistin Sophia Brommer zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder.

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