Donnerstag, 18. Januar 2018

19. September 2012 17:00 Uhr

Königsbrunn

Gymnasiasten heben ab nach Indien

17 Abiturienten des Gymnasiums Königsbrunn machen sich am Donnerstag auf den Weg zur Partnerschule in der südindischen Stadt Mysore. Erster Schritt zur Schulpartnerschaft

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Gegen 15.45 Uhr am Donnerstag beginnt für 17 Abiturienten des Gymnasiums Königsbrunn ein großes Abenteuer - und auch das letzte Kapitel ihrer Schulzeit, die sie eigentlich schon vor drei Monaten abgeschlossen hatten. Doch jetzt sind sie nochmals als Botschafter ihrer Schule - und des Freistaats Bayern - unterwegs.

Mit vier Begleitpersonen steuern die jungen Leute die Stadt Mysore im südindischen Bundesstaat Karnataka an. Mit der dortigen De Paul International Residential School, einem von einem katholischen Orden geführten Elite-Internat, hat das Gymnasium eine Schulpartnerschaft geschlossen (wir berichteten). Mit dem Besuch der Gruppe wird sie nun mit Leben erfüllt. Mitte Oktober werden dann indische Schüler in der Brunnenstadt erwartet.

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"Mit dieser High-Tech-Region hat Bayern vielfältige wirtschaftliche Verbindungen", erläutert Schuldirektor Werner Liessel, "und um die auszubauen, werden ja unsere jungen Leute aus ausgebildet". Dafür sei es auch wichtig, die Kultur des Geschäftspartners frühzeitig persönlich kennen zu lernen.

Aus schulischer Sicht sind im Kontakte und Austausch mit Indien wichtig, um den Erfahrungshorizont der Schüler generell zu erweitern. Indien ist in den Fächern Geographie und auch Englisch immer wieder Thema. Die Schüler begleiten die Lehrer Helmut Deuringer und Stefanie Klimek sowie Gabriele Weber und Stadtrat Norbert Schwalber. Er hatte sich vor allem um die Kontakte zum indischen Generalkonsulat und der Staatskanzlei in München gekümmert.

Der Austausch wird auch von der bayerischen Staatskanzelei organisatorisch und finanziell unterstützt. Denn 2007 schloss der Freistaat mit dem Bundesstaat Karnataka - in dem unter anderem der Schwerpunkt der indischen Computer- und IT-Industrie liegt - ein Freunschafts und Partnerschaftsabkommen.

Die Kontakte nach China, die das Gymnasium vor fünf Jahren mit der Yaohua High School in Tianjin bei Peking knüpfte - damals war die Bigband des Gymnasiums dort zu Gast - haben sich nicht wie erwartet entwickelt, teilte Liessel im Gespräch mit unserer Zeitung mit. Offenbar räume die neue Schulleitung dort dem Austausch mit Deutschland keinen hohen Rang mehr ein. "Wir bedauern das, von unserer Seite ist das Interesse noch da", so Liessel. (hsd)

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