Nach einem tollen ersten Renntag sorgt das Wetter am zweiten Tag für den Abbruch der Moto-Cross Rennen in Höfen

Höfen Wo vor einigen Wochen noch goldgelb der Weizen stand, pflügten am Wochenende Motorräder, Quads und Gespanne durch den Acker. Es war wieder Moto-Cross in Höfen. In sieben Klassen, beginnend von den Kleinsten auf ihren 50ccm-Maschinen bis zu den großen Halbliterboliden, dazu noch die vierrädigen Quads und die auf drei Rädern fahrenden Gespannen kämpften die Motorsportler um die Pokale. Die Verantwortlichen der MSF Neufnachtal leisteten im Vorfeld ganze Arbeit.
Die Strecke war, zumindest am Samstag, in optimalen Zustand, forderte die Fahrer und bot den Zuschauern einige Höhepunkte.
Die Zwei-Stunden-Rennen sind extrem für Mensch und Material
Am Samstag ging zudem noch die Rechnung mit dem Wetter auf. Nach der Fahrzeugabnahme und der Fahrerbesprechung gingen bis zum Mittag die Quad- und Seitenwagenfahrer sowie die Teilnehmer der 2-Stunden-Rennen zum Training auf die Piste.
Am Nachmittag starteten die ersten Wertungsläufe. Den Anfang machten die Teilnehmer der 2-Stunden-Einzelrennen. Hier jagten die Teilnehmer zwei Stunden über Strecke, nur zum Nachtanken und trinken machten die Fahrer Pause. Eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Darauf folgten die ersten Wertungsläufe der Quads und Gespanne.
Beide Fahrzeugklassen waren aufgrund ihrer Eigenheit spektakulär anzusehen. Während bei den Quads vor allem die Sprünge Applaus ernteten, waren es bei den Gespannen die akrobatischen Einlagen der Beifahrer, die je nach Kurve die Fahrzeugseite wechselten.
Die Regenfluten sorgten am Sonntag für Probleme
Der Sonntag fiel dann sprichwörtlich ins Wasser. Bereits am Frühen morgen setzte Regen ein. Ein wenig Wasser treibt noch keinen Moto-Cross-Sportler in die Flucht, doch der Regen wollte nicht enden und wurde immer stärker. So kam es, dass viele Fahrer ihre Zelte abbrachen. Zu groß war die Sorge um das Material „Der Dreck und das Wasser gehen überall rein. Das ist mehr als eine Woche arbeit, um die Maschine wieder sauber zu bekommen. Wenn dann auch noch Wasser und Schmutz in die Lager kommt, wird es auch noch teuer“ erklärt einer der abreisenden Fahrer.
Die einzigen, die sich von Wetter und Materialsorgen nicht beeindrucken ließen, waren die Nachwuchscracks. Knochentrocken zogen die Kinder ihre Läufe durch und ließen sich nicht von den widrigen Verhältnissen beirren.
Am Ende holte siegte die Routine im Regen
Da auch die Sanitäter mit der Zeit arge Zweifel meldeten und sich sorgten, dass eine Bergung von möglichen Verletzten nur noch schwer möglich ist, entschloss sich die Rennleitung, die Klassen Hobby und Aktive zusammenzulegen und nur einen statt zwei Läufe durchzuführen.
Trotz des inzwischen sehr tiefen Geläufs zeigten die Fahrer der beiden Klassen zum Abschluss des Wochenendes noch ein sehenswertes Rennen. Den Sieg sicherte sich Routinier Jochen Miller aus Walkertshofen, vor Marcel Klaus aus Oberrieden. Dritter wurde der Scherstetter Christoph Gottwald, der nach einem Ausrutscher in der ersten Runde das Feld von hinten aufrollte.
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