Dienstag, 17. Oktober 2017

18. September 2017 15:50 Uhr

FC Augsburg

Manuel Baum enttäuscht die Ergänzungsspieler

Möglicherweise hatten die Auswechselspieler des FC Augsburg gehofft, dass in der Englischen Woche gegen Leipzig ihre Stunde schlägt. Trainer Manuel Baum hat aber andere Pläne.

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Beim Abendspiel gegen den RB Leipzig leuchtet die neue WWK-Arenafassade zum ersten Mal. Nicht nur deshalb hoffen die Fans auf ein weiteres, tolles Spiel. So wie gegen Frankfurt.

Fußballprofis messen sich ganz allgemein lieber mit Gegenspielern auf Stadionrasen statt mit Mitspielern auf dem Trainingsplatz. Entsprechend dürfen sich die Spieler des FC Augsburg freuen, weil sie bereits am morgigen Dienstag wieder ein Bundesligaspiel bestreiten dürfen - und nicht bis zum Wochenende warten müssen. Wegen der Englischen Woche erwarten die Augsburger in der eigenen Arena, die erstmals mit einer beleuchteten Fassade aufwarten wird, ein Spitzenteam: den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig (20.30 Uhr).

Die Mannschaft des österreichischen Trainers Ralph Hasenhüttl ist ordentlich in die Saison gestartet und reist als Favorit an. Allerdings gehen die Augsburger mit reichlich Selbstvertrauen in die Begegnung. Dieses haben sie sich durch den besten Start in ihrer Bundesliga-Geschichte geholt, durch sieben Punkte in vier Spielen. Die Saison ist noch jung, wirklich aussagekräftig ist der derzeitige siebte Tabellenplatz des FCA nicht, er sorgt allerdings für Ruhe und gute Stimmung in Mannschaft, Verein und Umfeld.

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Entsprechend entspannt blickt FCA-Trainer Manuel Baum auf die Begegnung mit Leipzig - wohl wissend, dass "ein richtig schweres Spiel" auf ihn und seine Mannen zukommt. "Leipzig gehört für mich zu den besten drei Mannschaften in der Bundesliga, sie bringen viel PS auf den Rasen", begründet Baum. Schon unmittelbar nach dem 2:1 in Frankfurt hat der 38-Jährige damit begonnen, sich auf die Begegnung mit Leipzig einzustellen. Er analysierte auf dem Heimweg im Bus den Gegner anhand von Videos. Gesehen hat er, dass sich die Leipziger weiterentwickelt haben, nicht mehr nur schnell kontern, sondern auch im eigenen Spielaufbau Ideen entwickeln.

FC Augsburg gegen RB Leipzig: Rani Khedira freut sich aufs Wiedersehen

Rani Khedira, der im Sommer von Leipzig zu Augsburg wechselte, freut sich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Mitspielern und Betreuern. Auf dem Rasen ruhen die guten Beziehungen, dort wird der defensive Mittelfeldspieler weniger freundschaftlich zu Werke gehen. "Wenn wir konsequent verteidigen und unseren Plan durchziehen, ist es für jede Mannschaft schwer, sich gegen uns Torchancen herauszuspielen", so der Mittelfeldspieler.

Vor Khedira liegen zwei besondere Spiele, erst trifft der 23-Jährige auf Leipzig, wo er drei Jahre lang spielte, am Samstag kehrt er in seine Heimat Stuttgart zurück. Dort ist er aufgewachsen und kickte für den VfB. "Ich werde immer ein kleines Kind des VfB bleiben“, betont Khedira.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Khedira gegen Leipzig vom Anpfiff weg auf dem Platz stehen wird. Gegen die Tempofußballer aus Sachsen sind Khediras Qualitäten als Abräumer und Absicherer gefragt.

Caiuby könnte für den FC Augsburg wieder in der Startelf stehen

Baum hat einmal mehr die Qual der Wahl, personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Der Trainer hält wenig davon, aus Prinzip zu rotieren und seine Startelf auf sechs und mehr Positionen zu verändern. Er werde wegen des Spiels unter der Woche nicht in Aktionismus verfallen, sondern sich wie üblich bei der Aufstellung an seiner Strategie orientieren, erklärt er. "Um Spieler bei Laune zu halten, werden wir nicht rotieren." Er stellt allerdings in Aussicht, dass es durchaus Veränderungen geben könnte. Ein Kandidat für die Startelf ist Caiuby, der gegen Frankfurt zunächst auf der Bank saß, ehe er nach seiner Einwechslung den zweiten Treffer zum FCA-Sieg beisteuerte.

Sollten die Augsburger erneut als Sieger vom Platz gehen, behalten sie nicht nur ihre Spitzenposition in der Bundesligatabelle. Sie würden darüber hinaus eine Premiere erleben: Die Augsburger Arena-Fassade wird künftig nach Heimerfolgen komplett in Grün leuchten.

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Ein Artikel von
Johannes Graf

Augsburger Allgemeine
Ressort: Sport


FCA-Trainer
Ist Manuel Baum der Richtige?


Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf.

 

Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand.

 

Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga. In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

 

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Manuel Baum. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden WWK-Arena aus.

Der Spielplan des FC Augsburg 2017/16

Die Torschützenkönige der Bundesliga