Montag, 3. August 2015

18. November 2012 15:02 Uhr

FC Augsburg

Rollmann drückt sich um Trainerfrage

FCA-Manager Jürgen Rollmann stellt sich nur scheinbar vor Markus Weinzierl. In einigen Nebensätzen sind erste Absetzbewegungen zu erkennen.

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Jürgen Rollmann vermeidet ein klares Bekenntnis zu Markus Weinzierl.
Foto: Ulrich Wagner

Jürgen Rollmann ist in keiner einfachen Situation. Er ist Manager einer Mannschaft, deren Kader er nicht zusammengestellt und deren Trainer er nicht verpflichtet hat. Als Angestellter des FC Augsburg darf er aber natürlich weder den Kader im Gesamten kritisieren noch den Trainer nach der vierten Niederlage in Folge öffentlich anzählen.

Auf die Frage, ob denn von Seiten der Vereinsfühung noch volles Vertrauen in den Trainer herrsche, antwortete er nach dem 2:4 in Frankfurt schlicht: "Richtig." Einsilbig die Antwort auf die Frage, ob die Qualität der Mannschaft ausreiche, um die Liga zu halten. "Ja."

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Rollmann: Gehörte nicht zum Dreigestirn

Gänzlich unkommentiert wollte er den müden Auftritt der Augsburger in Frankfurt aber auch nicht stehen lassen. "Der FC Augsburg war heute schwächer. Wir können nicht jedes Mal sagen, wir haben gut mitgespielt und hätten ein Unentschieden verdient gehabt. Ich glaube, heute war Eintracht Frankfurt verdienter Sieger", so Rollmann. Wer will, kann das auch als Kritik am Trainer verstehen.

Gegen Eintracht Frankfurt standen mit Ragnar Klavan, Andreas Ottl und Kevin Vogt lediglich drei Spieler zum Einsatz, die in der Sommerpause nach Augsburg gekommen sind. Aristide Bancé und Knowledge Musona standen diesmal gar nicht erst im Kader. Der vor der Saison noch hochgelobte Kader scheint doch nicht so stark zu sein, wie angenommen. "Die Frage nach Neuzugängen, die vor meiner Zeit gekommen sind, müssen Sie dem Trainer stellen", lehnt Rollmann die Verantwortung für den Kader auch öffentlich ab, schließlich habe ich "dem Dreigestirn vor der Saison nicht angehört." Das Dreigestirn bildeten vor der Saison Präsident Walther Seinsch, Manager Manfred Paula und Markus Weinzierl. Paula wurde mittlerweile in den Nachwuchsbereich versetzt. Und auch Weinzierl sitzt nicht mehr fest im Sattel. Auf die Frage, ob ein Trainerwechsel mittlerweile keine Option sei, sagte Rollmann lächelnd: "Ich denke wir sollten das Gespräch jetzt beenden." (AZ)

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Das ist der FC Augsburg

Der FC Augsburg geht aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg und des TSV Schwaben Augsburg im Jahr 1969 hervor. Anfangs spielte der FCA in der Bayernliga. 1973 stieg der FCA in die zweitklassige Regionalliga auf. Es folgten die "goldenen Jahre" des FC Augsburg. Mit dem ehemaligen Weltstar Helmut Haller etablierte man sich in der Regionalliga und spielte kurzzeitig um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mit. 1979 stieg man allerdings wieder in die Bayernliga ab. Bis 1983 folgten Ab- und Aufstiege, ehe man über Jahrzehnte hinweg in der Bayern Liga (später Regionalliga) verschwand. Erst nach dem Einstieg des einstigen Unternehmers Walther Seinsch im Jahr 2000 ging es beim FC Augsburg wieder bergauf. 2006 stieg die Mannschaft in die Bundesliga auf, 2011 folgte der erstmalige Aufstieg in die Erste Bundesliga.

In der Bundesligasaison 2014/15 erreichten die Augsburger sensationell den fünften Platz und qualifizierten sich so erstmals für die Europa League.

Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg ist Klaus Hoffmann. Die Mannschaft wird trainiert von Markus Weinzierl. Geschäftsführer sind Peter Bircks und Stefan Reuter. Der FCA trägt seine Heimspiele in der  30.660 Personen fassenden SGL-Arena aus.


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