Freitag, 25. Juli 2014

02. Juli 2014 14:37 Uhr

Motorsport

Verunglückte Rennfahrerin zeigt sich mit Augenklappe

Die schwer verunglückte Formel-1-Fahrerin Maria de Villota hat sich erstmals zu ihrem Unfall geäußert - und sich mit einer Augenklappe gezeigt.

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Villota war am 3. Juli in einem Rennwagen des Formel-1-Teams Marussia verunglückt. Es war ihr erster Einsatz als Testfahrerin für den Rennstall, für den der Wersauer Timo Glock als Stammpilot fährt. Sie war auf dem Weg in die Box mit dem Rennwagen in die Laderampe eines Teamlasters gekracht. Laut Marussia hatte es keinen technischen Defekt gegeben.

Für einige Zeit schwebte die Spanierin in Lebensgefahr, doch die Ärzte konnten ihr Leben retten. ihr rechtes Auge verlor sie allerdings bei dem Unfall. Nun hat sie sich gegenüber der spanischen Zeitschrift Hola erstmals über den Crash geäußert und sich mit raspelkurzen Haaren sowie einer Augenklappe präsentiert.

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Villota verlor auch Geschmacks- und Geruchssinn

Über eine Zukunft im Motorsport antwortete sie: "Das weiß ich noch nicht, es geht um die Lizenz." In den USA gebe es Fahrer, die ein Auge verloren haben und immer noch die Lizenz haben, so Villota. An den Unfall kann sich de Villota vollständig erinnern. "Selbst an den Moment des Aufpralls". Der erste Anblick der Kopfverletzungen und 104 Stiche im Gesicht seien schrecklich gewesen, sagte sie. "Es sah so aus, als seien es Schläge gewesen, die mit einem Schiffstau vorgenommen wurden." Außerdem habe sie ihren Geruchs- und Geschmackssinn verloren.

Die 32-Jährige erklärte, dass sie sich bald noch weiteren chirurgischen Eingriffen unterziehen müsse. "Aber das Schlimmste habe ich hinter mir", sagte de Villota. Sie habe allerdings immer noch Kopfschmerzen und die Ärzte wüssten auch nicht, wie lange diese anhalten würden. "Vielleicht Jahre", meinte die Pilotin.(AZ, dpa)

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