Donnerstag, 29. Juni 2017

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Der Forggensee: Das Chamäleon unter den bayerischen Gewässern. Eine Reise in die Region lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Von Sylvia Ehrenreich

Die Bergspitzen ragen in den blauen Himmel. Die höchsten davon sind noch mit Schnee bedeckt. Im Tal liegt der  Forggensee. Auf seinem tiefblauen Wasser scheinen Sonne und Wolken ein Spiel zu spielen. Die beiden Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein thronen darüber.  Gleich dahinter erhebt sich der Säugling. Umgeben von Ammergauer Alpen und Allgäuer  Land befindet sich der Forggensee in einer der schönsten Regionen Bayerns.

„Lassen Sie sich von dem majestätischen Anblick des Sees mit der herrlichen Bergkulisse und den wunderschönen Königsschlössern verzaubern.“ So wirbt das Tourismusbüro Rieden für einen Aufenthalt am Forggensee und verspricht  dabei nicht zu viel.

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen strömen die Menschen an den See und genießen dort ihre freie Zeit.  Man kann es kaum erwarten, dass er seine volle Stauhöhe erreicht hat. Spiel, Spaß und Abenteuer steht dann nichts mehr im Weg.

Kommen, Sehen, Baden

Von Anfang Juni bis Mitte Oktober herrscht im und am Wasser reger Betrieb. Die Gemeinde Rieden hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Einer der Naturbadeplätze wurde ganz im römischen Stil errichtet. Holzliegen stehen bereit, Spielecken wurden geschaffen  und Legionärsfiguren „bewachen“ das muntere Treiben.

Vor allem für Kinder ist das ein riesen Spaß, denn wer kann schon behaupten, einen Tag bei den alten Römern verbracht zu haben. Auch die Erwachsenen kommen auf ihre Kosten: Der Forggensee ist mit seinen versteckten Badebuchten ein Ort der Entspannung und Erholung.

Eine Schifffahrt, die ist lustig...

Wer es aktiver mag, kann mit einem Boot den See unsicher machen und sich die steile Brise um die Nase wehen lassen.  Ein besonderes Highlight ist eine Kanufahrt in den Sonnenuntergang.

Natürlich darf auch eine Schifffahrt nicht fehlen. Wie auf allen großen bayerischen Seen, verkehrt auch auf dem Forggensee eine kleine Flotte. Die beiden Schiffe MS Füssen und MS Allgäu stechen mehrmals täglich in See. Auf zwei unterschiedlichen Rundkursen kann man die Gegend entdecken. Die große Fahrt führt bis nach Roßhaupten an Staudamm und Kraftwerksanlage – das Herz und die Seele des Sees.

Allerdings ist nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an den Ufern einiges geboten. Auf dem knapp 30 Kilometer langen Forggenseerundweg können Radfahrer und Wanderer entspannen. Die typische Allgäuer Landschaft, die königlichen Schlösser und die gewaltigen Berge zeigen sich dann von ihrer schönsten Seite.  Schaut man in den Himmel, ziehen dort an wolkenlosen Tagen Segelflieger ihre Runden.

Besuch auf dem Mond 

Aber nicht nur im Sommer strömen die Menschen an den See. Seit ein paar Jahren steigt die Besucherzahl in den Wintermonaten beständig an. Obwohl der Forggensee zu dieser Zeit ein fast leeres Becken ist, finden immer mehr Touristen gefallen an dieser mondartigen Kraterlandschaft. Touren führen an den Überresten versunkener Dörfer vorbei.

Spaziergänger können auf der Via Claudia Augusta den Spuren der Römer oder dem ursprünglichen Lechverlauf folgen. Ausklingen lassen kann man einen ereignisreichen Tag in den örtlichen Hallenbädern. Der Forggensee als künstlich geschaffenes Staubecken ist heute das ganze Jahr über ein Touristenmagnet.

Er bietet im Sommer Erholung und verwandelt sich während der Wintermonate in ein Freiluftmuseum.

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