Dienstag, 27. Juni 2017

15. Februar 2013 13:58 Uhr

Komet 2013

Ison: Im Herbst kommt der nächste Jahrhundert-Komet

Der Komet 2013 heißt ISON: So haben Astronomen den Himmelskörper getauft, den wir ab Herbst am Nachthimmel sehen können - wenn alles gut geht.

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Komet C/2012 S1 (ISON) könnte im Herbst 2013 heller als der Vollmond strahlen. Grün wie hier im Bild Komet Lulin ist er allerdings nicht.
Foto: Archiv/ dpa

Komet ISON wurde erstmals im September vergangenen Jahres von den russischen Hobbyastronomen Vitali Nevski und Artyom Novichonok gesehen. Berechnungen der Astronomen ergaben, dass C/2012 S1 - so der offizielle Name des Kometen - auf seinem Weg durch das All voraussichtlich am 28. November 2013 der Sonne am nahsten sein wird. 1,8 Millionen Kilometer trennen den kosmischen Wanderer dann von unserer Sonne - für einen Kometen ist das sehr wenig.

Komet 2013: Ison ab Oktober am Himmel sichtbar

Derzeit ist der Komet noch zu weit entfernt, um mit dem bloßen Auge gesehen werden zu können. Doch das wird sich in den nächsten Monaten ändern. Ab Ende Oktober 2013 wird ISON von der Erde aus am Nachthimmel zu erkennen sein.

Wird Komet C/2012 S1 zum Schauspiel?

Wie genau sich Aussehen und Helligkeit des Kometen entwickeln, können allerdings auch erfahrene Astronomen derzeit noch nicht ganz genau vorhersagen. Einige Experten schließen nicht aus, dass Ison sogar heller als der Vollmond strahlen könnte - damit wäre er der Komet schlichthin der vergangenen Jahre. "Wenn die Prognosen wahr werden, wird C/2012 S1 sicherlich einer der größten Kometen in der Geschichte der Menschheit sein und den denkwürdigen Kometen Hale-Bopp 1997 weit überstrahlen", schreibt das US-Fachportal astronomynow.com.

Mit etwas Glück wird Komet Ison also ein kosmischer Höhepunkt 2013.  Es könnte allerdings auch anders kommen. Sollte er ein fragiles Exemplar sein, könnte er auf seinem Weg in das innere Sonnensystem schlicht zerbrechen. Dann blieb das Spektakel aus.

Komet Ison ist eine Ansammlung von Eis und Staub

Kometen wie Ison sollten nicht mit Asteroiden oder Meteoriten verwechselt werden. Ison und seine Artgenossen nichts anderes als Ansammlungen aus Eis und Staub, die in unserem Sonnensystem häufig vorkommen. Sie haben einen erstaunlich kleinen Durchmesser von nur etwa 5 bis 20 Kilometern und ziehen gewöhnlich weit entfernt von der Sonne ihre Runden. Kommen sie aber aus irgendwelchen Gründen der Sonne nahe, tauen sie an und bilden einen Millionen Kilometer langen Schweif.

Einer der spektakulärsten Kometen der jüngeren Zeit war Hale-Bopp, der ab 1996 fast 18 Monate lang mit bloßem Auge zu sehen war. Auf eine so lange Zeit wird es Komet Ison allerdings nicht bringen. Für uns Menschen wird er voraussichtlich nur bis Januar 2014 am Himmel erkennbar sein. bo

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